Krefeld: 10 000 Narren im Königpalast
VON SONJA STEMES - zuletzt aktualisiert: 14.02.2011Krefeld (RPO). "Lass Uerdingen wieder auferstehen und Bayern München untergehen!" - Mit viel Herzblut trug Et Rumpelstilzche alias Fritz Schopps diesen Reim vor und zog die rund 10 000 Jecken, die Freitag und Samstag in den "Lachenden Königpalast" gekommen waren, direkt auf seine Seite.
Lauter Jubel brach aus. Die weiblichen Narren freuten sich über die Aussage des Märchenonkels, dass sich im Saal selbstverständlich "die schönsten Mädchen der Erde" befänden.
Kölner Urgesteine heizten ein
Fritz Schopps weiß, wie man Komplimente sowie bissige Aussagen über Politiker und andere prominente Zeitgenossen formuliert. Schließlich ist er schon seit 30 Jahren in der Bütt. Das verriet Rainer Küsters, der Präsident der Krefelder Prinzengarde, die an beiden Abenden das Präsidium stellte. Für stimmungsvolle Musik sorgten die Orchester Ted Borgh (Leitung: Charly Carlier) und Bückeburger Jäger (Leitung: Georg Wolff). Auf die Bühne traten viele - nicht nur karnevalistische - Hochkaräter. So präsentierte die Kölner Sängerin und Liedermacherin Marie-Luise Nikuta zum Beispiel ihr neues Mottolied "Köln hat was zu bieten!" Das regte die gut gelaunten Narren zum Schunkeln an. Mit donnerndem Applaus empfing man die Kult-Band Bläck Fööss. Die Formation um Sänger Kafi Biermann gewährte Einblicke in das Leben in Kölle – mal ganz andächtig, dann wieder laut und ausgelassen.
Für schwungvolle Tanzeinlagen sorgten unter anderem die Kölner Rheinveilchen. Hier verstanden es die Herren, die Damen extrem hoch in die Luft zu werfen. Und im Anschluss - zum Glück! - auch wieder aufzufangen. Auf rockige Töne setzten die Band Die Cöllner und Brings, deren Markenzeichen schon seit über zehn Jahren Rockmusik und kölsche Mundart sind. Eine höchst gelungene Mischung aus Comedy und Musik präsentierte Bernd Stelter. Außerdem mit dabei: Stimmungsgaranten wie das Thorrer Schnauzer Ballett, De Räuber, Klaus & Willy und die Höhner.
Übrigens: Laut Hallenmanagement gab es "keinen Ärger, keine Schlägereien und keinen Vandalismus."
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