Krefeld: 2300-Seiten-Antrag für Gaskraftwerk
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Krefeld (RP). Das Antragsverfahren für den Bau des geplanten Gas- und Turbinenkraftwerks im Uerdinger Chemiepark hat gestern begonnen. Die 2300 Seiten umfassenden Antragsunterlagen wurden der Bezirksregierung Düsseldorf überreicht.
Zeitgleich wurde der Vorbescheidsantrag für das ursprünglich geplante Steinkohlekraftwerk zurückgezogen. "Wir beantragen eine herstellerneutrale, umhüllende Genehmigung für eine Anlage mit bis zu 1200 Megawatt elektrischer Leistung", erläuterte Trianel-Geschäftsführer Martin Hector. Werde der Antrag zügig entschieden, könne bereits nächstes Jahr mit dem Bau begonnen werden.
2016 soll das Kraftwerk seinen Betrieb aufnehmen. Fest stehe schon jetzt, so Hector, dass im wärmeorientierten Betrieb eine Primärenergieausbeute von 90 Prozent möglich sein wird. Laut Trianel rechnet sich der Bau nur, wenn es Förderzuschüsse gibt.
Das Kraftwerk soll als sogenannte Doppelblockanlage mit zwei Gasturbinen errichtet werden. Dabei verhandelt Trianel zurzeit mit einer Reihe verschiedener Anlagenbauer, die Leistungen zwischen 900 und 1200 Megawatt anbieten. Neben der Stromerzeugung für die am Projekt beteiligten Stadtwerke dient das Kraftwerk primär dazu, Prozessdampf für die Produktion im Chempark bereitzustellen.
Stündlich muss das Kraftwerk bis zu 500 Tonnen Dampf liefern können. Chempark-Leiter Stefan Dresely blickt dem beginnenden Genehmigungsverfahren optimistisch entgegen: "Wir freuen uns sehr über diesen bedeutenden Meilenstein und hoffen auf einen zügigen und reibungslosen Genehmigungsablauf."
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