Krefeld: 400 Krefelder kamen zur Demo gegen die NPD
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 10.01.2008 - 23:00Krefeld (RPO). Mit solch einem Zulauf hatten selbst die Organisatoren nicht gerechnet: Rund 400 Krefelder, so die Zählweise der Polizei, demonstrierten gestern am späten Abend friedlich gegen ein geplantes NPD-Büro an der Lindenstraße. Nur am Rande gab es einen Zwischenfall, als sich etwa 45 Autonome und 15 der rechtsnationalen Partei Nahestehende bis auf Flaschenwurfnähe gegenüberstanden – und es im Pulk der Rechtsextremisten Scherben aber keine Verletzten gab. Die Beamten trennten die beiden Blöcke, bevor es zu Ausschreitungen kommen konnte und nahmen die Personalien auf.
Viele der friedlichen Demonstranten, darunter auch Vertreter von CDU, SPD und Grünen, dürften von dem Vorfall nichts mitbekommen haben: Sie saßen zu dem Zeitpunkt bei einer Infoveranstaltung des Bündnisses „Krefelder für Toleranz und Demokratie“ in der Kirche St. Joseph. „Wir haben bei der Polizei eine Veranstaltung von maximal 150 Personen angemeldet“, sagte Albert Koolen vom Bündnis. Die gemietete Aula – zu klein für die Massen. „Zum Glück war ein Mann von der Pfarrei so freundlich, uns die Kirche St. Joseph aufzuschließen.“
Nach der Infoveranstaltung mussten die Demonstranten mehr als eine halbe Stunde warten, bevor sie in Richtung Lindenstraße ziehen durften – die Polizei hatte Angesichts der Vielzahl der Demonstranten weitere Einsatzkräfte angefordert. Bis die anrückten, waren einige der Demonstranten schon nach Hause gegangen.
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