Krefeld: Ärger um Jagd am Elfrather See
zuletzt aktualisiert: 16.10.2008Krefeld (RPO). Ingeborg und Horst Schulte sind in Sorge. Als das Ehepaar zuletzt mit seinem Hund am Elfrather See entlang spazierte, fielen Schüsse. Fünf Jäger zielten auf Gänse. Was dann folgte, stellen das Ehepaar und die Jäger unterschiedlich dar: Ingeborg und Horst Schulte hatten ihren Hund frei laufen lassen – erlaubt.
Ein Jäger hätte sie dennoch aufgefordert, das Tier anzuleinen. Eine verbale Auseinandersetzung sei gefolgt. „Der Jäger sagte, wenn er seinen Hund von der Leine nimmt, macht dieser unseren Hund alle“, erzählt Horst Schulte. Danach hätten er und seine Frau bei der Polizei nachgefragt, ob das Jagen am Elfrather See unweit der Spazierwege rechtens ist. Die Polizei wusste von keiner Genehmigung. Die gibt es aber, versicherte die Obere Jagdbehörde Düsseldorf.
Sie hatte die Aufhebung der Schonzeit für Grau- und Kanada-Gänse am Elfrather See für den Oktober genehmigt und darüber ordnungsgemäß die Untere Jagdbehörde, aber nicht die Polizei informiert. Der Jäger dürfe in seinem Revier dort schießen und weitere Waidmänner einladen. Natürlich müssten die Jäger auf Spaziergänger achten.
Das Erlebnis am Elfrather See hat das Ehepaar Schulte dennoch erschreckt. Birgit Wersch von der Kreisjägerschaft findet Skepsis gegenüber Jägern grundsätzlich einleuchtend. „Bei Leuten mit einem Gewehr fragt man sich, was die da machen.“ In der Regel erklären es die Jäger und ernten Verständnis. Am Elfrather See habe es wohl ein Missverständnis gegeben, sagt Wersch, die die Jäger dort kennt.
Einer, der als besonnen gelte, habe zwei geschossene Gänse getragen. Der Hund der Schultes sei auf diese Tiere zugelaufen und habe an ihnen geschnuppert. „Halten Sie Ihren Hund fest“, habe der Jäger gewarnt, aber nicht gedroht. Denn: „Jagdhunde können aggressiv werden, wenn andere Hunde ans geschossene Wild gehen“, sagt Wersch.
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