Krefeld: Altes Glas in neuen Containern
VON MAXIMILIAN PLÜCK - zuletzt aktualisiert: 13.12.2007Krefeld (RPO). Ab Januar entsorgt das Unternehmen Alba das Krefelder Altglas. Deshalb werden die Container in der Seidenstadt Anfang 2008 ausgetauscht. Die neuen Modelle sollen leiser sein. Zugleich wird die Zahl der Behälter reduziert.
Anfang Januar holt die Firma Kreislaufwirtschaft Maurer und Wissing (KMW) zum letzten Mal das Krefelder Altglas ab, nimmt ihre alten Container mit und macht einem Konkurrenten Platz. Was für das Kempener Unternehmen den Verlust eines lukrativen Entsorgungs-Auftrags bedeutet, könnte sich für die Krefelder Bürger positiv auswirken. Schließlich bringt die Berliner Firma Alba gleich „Altglascontainer der neuesten Generation“ mit. Die Modellen sollen im Vergleich zu ihren Vorgängern erheblich leiser sein.
Keine Aufrüstung alter Container
Dazu der städtische Beigeordnete des Fachbereichs Umwelt, Thomas Visser: „Es gibt strenge Rahmenrichtlinien zur Lärmdämmung in den Containern, die Alba einhalten muss.“ Das Unternehmen Duales System Deutschland (DSD), das die Entsorgungsaufträge vergibt, habe diese Vorschriften in seine europaweite Ausschreibungen hineingeschrieben. Die alten KMW-Container hätten demnach aufgerüstet werden müssen.
Alba-Sprecherin Susanne Jagenburg erklärt das System ihrer Firma: „Unsere Container sind mit einem Lärmschutzpaket ausgerüstet, das den vorgeschriebenen EU-Richtlinien entspricht. Wenn sie an die Altglascontainer klopfen, können sie das auch hören.“ Die Wände der Behälter bestehen nämlich aus so genannten „Sandwich-Blechen“, die in ihrem Kern eine Matte umschließen. Wenn Glas in den Container geworfen wird, soll der Aufprall dadurch abgefedert werden.
Außerdem müssen die Krefelder in Zukunft mit weniger Containern auskommen. Die Anzahl der Standorte wird von derzeit 230 auf künftig 220 reduziert. „Wir haben uns in Absprache mit der Stadt darauf geeinigt, dass zehn Standorte wegfallen werden“, sagt DSD-Sprecher Norbert Völl. Mit der Entscheidung für Alba habe das nichts zu tun. Schon seit Jahren stellen die Versorger fest, dass das recycelte Altglas weniger wird. Der Grund sind alternative Getränkeverpackungen.
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