Krefeld: Alzheimer: Frühe Hilfe wichtig
zuletzt aktualisiert: 17.09.2008Krefeld (RPO). Es beginnt langsam, fast unbemerkt: Plätzlich fallen einem Namen von Bekannten nicht mehr ein, Dinge werden verlegt und gerade zurückliegende Ereignisse vergessen. Sind das normale Alterserscheinungen oder bereits Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung?
Die Angst vor dieser Form von Demenz wächst in der Bevölkerung, denn die meisten Menschen empfinden den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit als eine der größten Bedrohungen. Aus Anlass des Welt-Alzheimertags am 21. September klären die Apotheker in Krefeld über diese Krankheit auf und geben Tipps, wie man eine Alzheimer-Demenz erkennen kann.
„Mit der steigenden Lebenserwartung der Menschen nimmt auch die Zahl der Alzheimer-Patienten zu“, sagt Peter Ditz, Sprecher der Krefelder Apotheker. Bereits heute leiden in Deutschland mehr als 700 000 Menschen an Alzheimer, in 20 Jahren wird sich die Zahl fast verdoppeln. „Wichtig ist, die Krankheit möglichst früh zu erkennen, weil dann die Symptome behandelt und eine Verschlimmerung zumindest hinausgezögert werden kann“, sagt Ditz.
Alarmsignale erkennen
Typisch für Alzheimer sei, dass neue Informationen im Kurzzeitgedächtnis nur noch schwer aufgenommen und behalten werden können. Weitere Alarmsignale seien Verhaltensänderungen wie sozialer Rückzug, zunehmendes Misstrauen, Feindseligkeit und Aggressivität. „Zeigen sich solche Veränderungen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden“, rät Ditz. Er kann testen, wie es um die geistige Leistungsfähigkeit des Betroffenen bestellt ist. Bestätigt sich der Demenzverdacht, so kann der Arzt eine angemessene Therapie einleiten. Die Erfolgsaussichten einer solchen Therapie sind am größten, wenn man frühzeitig damit beginnt. Deshalb sollte der Arztbesuch auf keinen Fall aus Angst oder Schamgefühl hinausgezögert werden.
„Als Unterstützung zur medikamentösen Behandlung eignen sich psychotherapeutische Maßnahmen sowie Musik- und Tanztherapie“, sagt Ditz. Ziel sollte es sein, die Lebensqualität des Erkrankten sowie seiner pflegenden Angehörigen noch für viele Jahre zu verbessern.
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