Krefeld: Amok-Droher wieder frei
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 21.12.2006Krefeld (RPO). Ein 27-jähriger Krefelder soll die Amoklauf-Drohung gegen Schüler und Lehrer der katholischen Stephanus-Hauptschule in Bockum in die Welt gesetzt haben. Gestern Nachmittag nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter vorläufig fest, musste ihn aber anschließend wieder freilassen. „Der Mann hat eine geregelte Arbeit in Krefeld und einen festen Wohnsitz“, erklärte Polizeisprecher Dietmar Greger.
Zum Tatmotiv konnte er gestern Abend noch keine Auskunft geben. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann aber nicht von einer Ernsthaftigkeit der Drohung ausgegangen werden.“ Der Krefelder muss nicht nur damit rechnen, den Polizeieinsatz an der Stephanus-Schule zu bezahlen. Mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren kann belegt werden, wer einem Menschen mit einem Verbrechen droht.
Schulleiter Uwe Engelbrecht zeigte sich gestern erleichtert. „Die Freude über die Festnahme ist groß. Die Polizei hat ungeheure Anstrengungen unternommen, um den Täter zu bekommen. Jetzt ist wichtig, dass die Justiz ein Zeichen setzen wird.“
Die Staatsanwaltschaft schloss gestern aus, dass bei dem 27-Jährigen das beschleunigte Verfahren angewendet wird. Zwischen der Tat-Androhung im Internet und seiner Festnahme sei dafür zu viel Zeit vergangen. Ihm soll nun regulär der Prozess gemacht werden.
Am Freitag war in einem beliebten Internet-Chat ein Amoklauf an der Stephanus-Schule angekündigt worden. Die Polizei hatte daraufhin die Schule geschützt.
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