Krefeld: Amokdrohung? Fabritianum stellt Schulbesuch frei
zuletzt aktualisiert: 19.04.2010Krefeld (RPO). Wegen einer möglichen Amokdrohung, die die Polizei ausdrücklich als wenig ernsthaft einschätzt, stellt das Gymnasium Fabritianum für heute ihren Schülern den Schulbesuch frei. Dies erklärt der Direktor des Gymnasiums, Horst Obdenbusch, auf der Internetseite der Schule.
Wie Obdenbusch erläutert, hatte es zunächst bereits vor den Osterferien auf mehreren Internetforen eine diffuse Amokdrohung für den 19. April gegeben, die allerdings weder eine Stadt noch ein bestimmtes Gymnasium nannte. Dann hatte am vergangenen Montag ein Schüler des Fabritianum auf seiner Tischplatte die Mitteilung "Amoklauf 1904" entdeckt und gemeldet. Die Polizei kam zu der Einschätzung, dass man "die Situation keinesfalls sorglos, aber doch möglichst gelassen einschätzen" solle, so Obdenbusch in seiner Mitteilung. Die Polizei gehe davon aus, dass der Schriftzug im Zusammenhang mit den heute beginnenden Abiturprüfungen zu sehen sei und "aufgrund der gegebenen Umstände keine Ernsthaftigkeit der Drohung zu vermuten ist". Dennoch werde die Polizei heute "sichtbar Präsenz zeigen und im Umfeld der Schule Streife fahren", heißt es in der Information für die Schulgemeinschaft weiter.
Obdenbusch nahm am Freitag nochmals Rücksprache mit der Polizei – diese blieb bei ihrer Einschätzung, dass nicht von einer wirklichen Bedrohung auszugehen sei. "Trotz dieser Einschätzung der Polizei", so der Direktor abschließend, "ist es den Eltern selbstverständlich freigestellt, ihre Kinder am Montag nicht zur Schule zu schicken."
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