Krefeld: Anonymer Spender rettet Medi-Mobil
VON SVEN DURGUNLAR UND ANDREAS GRÖHBÜHL - zuletzt aktualisiert: 14.12.2009 - 16:01Krefeld (RPO). Der Ernstfall ist kurz vor Weihnachten abgewendet. Wie eine vorweihnachtliche frohe Botschaft dürfte die Nachricht bei den Patienten ankommen, dass ein Spender für ein neues Medi-Mobil gefunden worden ist.
Wohnungslose und Drogenabhängige können nun weiterhin darauf hoffen, von einem mobilen Ärzteteam einmal wöchentlich medizinisch versorgt zu werden. 20 ehrenamtliche Ärzte und Sanitäter fahren abwechselnd jeden Dienstagabend zu den Anlaufstellen, um gesundheitlich angeschlagenen Obdachlosen zu helfen. Von selbst gehen nur wenige zum Arzt, manche sind nicht einmal krankenversichert.
Ihnen drohte ein noch härterer Winter als bisher denn der medizinische Notdienst schien bis jetzt in seiner Existenz bedroht. Vor zwei Jahren waren es die fehlenden Ärzte, in den vergangenen Wochen dann die Mängel am Auto selbst, die das Aus für das Medi-Mobil andeuteten. Der 22 Jahre alte Krankenwagen wird es Ende des Jahres nicht mehr über den TÜV schaffen.
Caritas und Diakonie kündigten darum an, das kostenfreie Angebot beenden zu müssen, sollte sich niemand finden, der ein neues Fahrzeug zur Verfügung stellt. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) forderte daraufhin, dem Medi-Mobil 12.000 Euro aus städtischen Haushaltsmitteln zur Verfügung zu stellen. Krefeld müsse sich seiner sozialen Verantwortung klar werden, argumentierten die Politiker. Gerade im Winter könne mangelnde Vorsorge lebensgefährliche Folgen haben.
Spender will anonym bleiben
Nun geht es dank eines Großspenders doch noch weiter mit dem Medi-Mobil. Doch der Spender will anonym bleiben. „Ja, es gibt den Spender. Aber ich kann nicht sagen, wer es ist”, sagt Wolfgang Bach, Sachbereichsleiter bei der Caritas. Damit gibt es in Krefeld innerhalb weniger Monate gleich zwei Großspender, die ihre Identität nicht preisgeben wollen.
Erst kurz vor der Kommunalwahl hatte Oberbürgermeister Gregor Kathstede angekündigt, dass ein Spender eine halbe Million Euro für die Sanierung der Dio-Spitze bereitstelle. Der Name des Spenders ist bis heute geheim.
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