Krefeld: Arbeitsmarkt: Glänzende Zahlen
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010Krefeld (RPO). Trotz der Sommerferien ist die Arbeitslosigkeit in Krefeld deutlich zurückgegangen. Die Firmen glauben an den Aufschwung: Unbefristete Beschäftigungsverhältnisse haben gegenüber August '09 um 45 Prozent zugenommen. Ein Problem bleibt: Es gibt nicht genügend Ausbildungsplätze.
IHK hilft Azubis
Dozenten der IHK bereiten Auszubildende nach den Sommerferien mit einem Rundumtraining auf die Prüfungen vor. Der Berufsschulstoff wird komprimiert wiederholt, alte, originale Prüfungsaufgaben werden bearbeitet. Dabei geben die Dozenten Tipps und Hinweise zu den Aufgaben und Lösungswegen. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02151 635-455 oder im Internet unter
Die Krise ist vorbei, der Aufschwung hat begonnen. Mitten in der Ferienzeit im August ist die Arbeitslosenquote in Krefeld so stark zurückgegangen wie viele Jahre nicht mehr: Gestern meldete die Agentur für Arbeit in Krefeld eine Arbeitslosenquote von nur noch 9,9 Prozent – der niedrigste Wert seit mehr als drei Jahren. Innerhalb von nur 31 Tagen sank damit die Arbeitslosenquote in Krefeld um 12,4 Prozent. Gegenüber dem August 2009 ging die Arbeitslosenquote in Krefeld gar um 27,2 Prozent zurück.
"Offensichtlich geht die Wirtschaft davon aus, dass der Aufschwung nachhaltig sein wird, denn insbesondere die unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse haben gegenüber August 2009 um 45,5 Prozent zugenommen; zugleich ging das Angebot an Teilzeitstellen um 8,6 Prozent zurück", sagt Peter Ewert, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld.
538 Jugendliche suchen noch
Zum Beispiel beim Rheinhafen. Bislang wurde zusätzlicher Personalbedarf mithilfe von Zeitarbeitskräften gedeckt. "Jetzt ist unser Ziel, diese Mitarbeiter fest bei uns anzustellen", erklärt Hafen-Geschäftsführerin Elisabeth Lehnen. Und: Trotz des Ausbildungsendes ging selbst die Arbeitslosigkeit der Unter-25-Jährigen im gesamten Agenturbezirk Krefeld zurück. "Dies deutet darauf hin, dass im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs die Beschäftigungsmöglichkeiten für frisch Ausgebildete durchaus günstig sind", sagt Ewert. Pech haben allerdings die, die für dieses Jahr noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Die Bewerberzahlen schnellten in diesem Jahr um 8,9 Prozent nach oben, zugleich ging die Zahl der Ausbildungsstellen um 3,9 Prozent zurück. Ende August suchten noch 538 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, 319 Stellen waren noch nicht besetzt.
"Während landesweit den Arbeitsagenturen mehr Ausbildungsstellen gemeldet wurden als im vergangenen Jahr, laufen wir in der Region Krefeld den Vorjahreswerten hinterher", sagt Ewert. Er appellierte an die Wirtschaft, jedem Jugendlichen den Schritt ins Berufsleben zu ermöglichen. "Mithilfe der ausbildungsbegleitenden Instrumente der Arbeitsagentur oder der Einstiegsqualifizierung konnten schon viele Schulabgänger ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, die zunächst mit ihrem Zeugnis nicht überzeugen konnten."
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