Krefeld: Aufräumen!
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 12.09.2006Krefeld (RPO). Die Innenstadt soll schöner werden. Große Werbetafeln oder riesige Auslagen inmitten der Fußgängerzonen wird es nicht mehr geben. Stadt und Handel haben sich auf Richtlinien geeinigt.
Obst und Gemüse auf Paletten, ein mannsgroßes Handy inmitten der Fußgängerzone, ein kleiner Fahrradständer mit einem großen Werbeschild: All das soll es in Zukunft auf Krefelder Geschäftsstraßen nicht mehr geben. Entrümpelung ist angesagt, erklärte Baudezernent Thomas Visser, als Stadt und Handel gestern der Presse die neuen Richtlinien vorstellten.
Zu viel Wildwuchs in den Fußgängerzonen zerstört das Erscheinungsbild der Stadt. Und kann gute Geschäfte vertreiben, wie Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, erklärte. Wenn ein gutes Geschäft von zwei Läden eingerahmt werde, die vieles auf die Straße stellten, sei es nur eine Frage der Zeit, bis das gute Geschäft verschwinde.
Solchem Wildwuchs möchte die Stadt nun entgegen treten. Dabei will sie kein Totalverbot. „Wir wollen das auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben“, betonte Visser. In manchen Bereichen gibt es sogar mehr Möglichkeiten: So können Obst und Blumen besser präsentiert werden.
Doch das Bild soll gepflegter werden. „Die Besucher der Stadt sollen sich wohlfühlen“, sagte Greve. Krefeld sei ein Oberzentrum und müsse auch so aussehen.
Verstärkte Kontrollen
Von Dialog war oft die Rede, als die Verantwortlichen das Konzept vorstellten. „Wir wollen die Händler einbeziehen“, betonte Hans-Joachim Hofer vom städtischen Fachbereich Tiefbau. Insbesondere in der südlichen Innenstadt mache die Verwaltung bereits jetzt verstärkte Kontrollen. Dort bedient sie sich auch der Hilfe eines Verwaltungsmitarbeiters, der türkisch spreche. Doch bei aller Betonung des Dialogs: „Wir sind fest entschlossen, diese Regelungen umzusetzen“, betonte Visser. Bis Anfang nächsten Jahres gibt es eine Probezeit, in der sich die Händler auf die neuen Vorschriften einstellen können.
Was für Geschäfte gilt, ist auch für Gaststätten geplant: „Wir wollen auch beim Mobiliar von Cafés und Gaststätten mehr Einheitlichkeit“, betonte Jürgen Jacobs, Fachbereichsleiter Stadtmarketing. Wichtig sei, dass die verwendeten Möbel hochwertig aussähen. Mit dem Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes, Rainer Spenke, habe die Stadt bereits die Außengastronomie besichtigt.
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