Krefeld: Aufsichtsrat: Freude über positive Nachrichten
VON BÄRBEL KLEINELSEN - zuletzt aktualisiert: 07.09.2007Krefeld (RPO). Nicht wegschauen, sondern anpacken
Trotz des wenig sonnigen Sommers hatte der Zoo erfreulich viele Besucher. Das konnte Zoodirektor und Geschäftsführer Dr. Wolfgang Dreßen den Aufsichtsratsmitgliedern am Mittwochabend mitteilen. 285 768 Zoofans kamen in diesem Jahr bis zum 31. August. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem RP-Patenkind Davu die Attraktion war, sank die Zahl nur um 1,7 Prozent. Auch im Juli kamen mit 49 752 Besuchern deutlich mehr als im Jahresdurchschnitt. Damit kann an einem positiven Jahresendergebnis von 23 000 Euro festhalten werden.
Positiv sieht es auch im Personalbereich aus: Neben den zwei Auszubildenden, die im August begonnen haben, hat der Zoo zwei weitere Azubi-Stellen geschaffen, die von der Werkkiste Duisburg finanziert werden. Zum ersten Mal unterstützen zwei Freiwillige im Ökologischen Jahr die Zoogärtner. Gefördert werden die Stellen vom Landschaftsverband Rheinland. Auch die Stelle des kaufmännischen Leiters soll nun ausgeschrieben und zum 1. Januar 2008 besetzt werden.
Das neue Gehege der Großen Ameisenbären wird in den Herbstferien eröffnet. Die Kosten in Höhe von 7500 Euro tragen die Zoofreunde. Ebenfalls im Herbst wird das geplante Forscherhaus im Bauernhausgarten errichtet. Das Fachwerkhaus aus dem 18.Jahrhundert soll bis Frühjahr neu aufgebaut sein (60 000 Euro). Rund 10 000 Euro wird der Zoo in Spielgeräte investieren, damit unter anderem das durch den Sturm beschädigte behindertengerechte Karussell erneuert werden kann. Mit der Sanierung des Bauernhauses wird noch dieses Jahr begonnen. Kostenpunkt: 300 000 Euro.
Die Elefanten sind ein Aushängeschild des Krefelder Zoos. Viele Kinder kennen die Namen der drei Kühe, lieben die Vorführungen von Tierpfleger Wolfgang Nehring, haben schon einmal auf einem der Dickhäuter gesessen. Umso größer müsste das Interesse der Aufsichtsratsmitglieder sein, den „Zugpferden“ des Krefelder Zoos eine angemessene Unterbringung zu garantieren. Doch so leicht ist es nicht. Elefanten brauchen viel Platz, ihre Anlagen sind für Besucher wenig reizvoll, dafür aber teuer im Bau. Weder Geld noch Platz hat die junge Zoo GmbH. Deswegen schauen viele Politiker lieber weg, wenn sie die Elefanten in ihren Ketten stehen sehen, als sich mit dem heiklen Thema zu befassen. Denn beliebt macht sich keiner, der die Haltung oder eine mögliche Abschaffung der Tiere anspricht– meinen die Ratsmitglieder. Aber auch mit dem Schutz der Elefanten kann man punkten. Man muss es nur wollen!
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