Krefeld: Baby-Boom im Affenhaus
zuletzt aktualisiert: 05.10.2007Krefeld (RPO). Schimpansin Gombe hat im Krefelder Zoo ein Junges zur Welt gebracht. Das Kleine sorgt für eine harmonische Stimmung im Affentropenhaus. Ein nächstes Baby wird erwartet. Dann wird Gombe auch noch Oma.
Der Zoo
Öffnungszeiten Der Zoo hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Tierhäuser und Restaurant schließen um 16.30 Uhr.
Eintritt Erwachsene sieben, Kinder drei Euro. Ermäßigung von 20 Prozent ab zehn Personen.
Internet www.zookrefeld.de.
Schimpansin Gombe aus dem Krefelder Zoo hat eine lange Babypause hinter sich: 17 Jahre lang war sie nicht schwanger, jetzt ist sie wieder Mutter geworden. Seit einer Woche hat sie ihr Junges rund um die Uhr bei sich. Es war eine kritische Zeit für Mutter und Kind. Denn in den ersten Lebenstagen ist die Sterblichkeit bei Schimpansen besonders hoch. Deswegen informierten die Zoomitarbeiter auch erst gestern die Öffentlichkeit.
Ob der Winzling ein Junge oder Mädchen ist, kann noch nicht festgestellt werden. Denn das Kleine klammert sich derzeit ganz eng an seine Mutter. Winzige Händchen greifen nach ihrem Fell, krallen sich kraftvoll in den Haaren fest. Energisch ruft das Baby nach seiner Mutter, und nuckelt ausgiebig an Mamas Zitzen. Nicht mal die Pfleger kommen an Gombe und ihr Baby heran. Weil das Geschlecht noch nicht feststeht, hat das Baby noch keinen Namen.
Das wilde Treiben
Mutter Gombe kam mit drei anderen Schimpansen im Jahr 1975 aus Westafrika in den Krefelder Zoo und zog in das damals nagelneue Affenhaus ein. Da war sie gerade mal zwei Jahre alt. Heute ist sie 34 und hatte vor der jüngsten Geburt schon zwei Schimpansenbabys im Zoo zur Welt gebracht. Menolly und Hubert heißen sie, sind inzwischen erwachsen und haben selbst schon Nachwuchs. Gombes Tochter Menolly ist ebenfalls zurzeit tragend. Wenn alles gut geht, werden in naher Zukunft zwei kleine Schimpansen mit ihren wilden Spielen die Affenbande aufmischen. In der Schimpansengruppe hat Gombe das Sagen, obwohl der gleichaltrige Charlie das Leitmännchen ist. Vor der alten Schimpansendame hat aber auch der ansonsten so freche Charlie großen Respekt. Gombe ist auch die einzige, die es schafft, Charlie bei seinen gelegentlichen Wutanfällen wieder zur Ruhe zu bringen.
Derzeit ist es jedoch außergewöhnlich ruhig im Affenhaus. Nach der Geburt beschäftigt vor allem das Baby die Mitglieder der Familie. Die Verbindung zwischen Gombe und ihrem Jungen wird auch in den kommenden Monaten noch sehr intensiv sein. In der freien Wildbahn haben Mutter und Kind fast fünf Jahre lang eine äußerst enge Beziehung. Erst nach der Entwöhnung wird das Weibchen wieder tragend. Im Spiel mit Gleichaltrigen erlernen die Jungtiere die wichtigsten Verhaltensweisen innerhalb einer Familie. Besucher dürfen sich auf eine spannende Zeit freuen.
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