Krefeld: Bau Am Röttgen: Jojo soll umziehen
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 18.10.2007Krefeld (RPO). Uerdingens CDU und FDP machen Druck: Sie wollen den schnellen Bau des Einkaufszentrums Am Röttgen. Damit der Bebauungsplan 2/47 durchgesetzt werden kann, muss aber für das Jugendzentrum Jojo eine dauerhafte Bleibe gefunden werden. Elmar Jakubowski, Ratsmitglied und Bezirksvorsteher von Uerdingen, schlägt nun eine „Entkoppelung der Pläne für das Einkaufszentrum Am Röttgen und das Jugendheim“ vor.
Gestern diskutierten dies die Bezirksvertreter, heute Abend wird das Thema den Rat in Krefeld beschäftigen. So könnte der Wunsch der Uerdinger CDU und FDP, dem Investor einen schnellen Bautermin zu ermöglichen, noch in diesem Jahr realisiert werden.
Gesucht wird noch eine dauerhafte Bleibe für das Jugendzentrum Jojo, das ohnehin in der bisherigen Einrichtung nur in einem Provisorium untergebracht war. Bis Dezember 2008 läuft noch ein Vertrag mit der Stadt. Nun besteht die Möglichkeit, dass das Jojo in die Katakomben unter der Kirche St. Heinrich im Uerdinger Norden umzieht.
Die CDU kann sich dort auch eine dauerhafte Unterbringung vorstellen. Darüber muss jedoch noch mit dem Bistum Aachen gesprochen werden. Dr. Hans-Josef Ruhland, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, deutete an, dass es andere Optionen für das Jugendheim gebe: „Die möchte ich aber noch nicht nennen, weil wir sonst die Preise kaputt machen.“ Ursprünglich war geplant, das Jojo im evangelischen Jugendzentrum Kronenstraße unterzubringen.
Davon nahm jedoch der Trägerverein Abstand. „Wir wissen nicht, welche Gründe zur Absage führten“, sagte Jakubowski. Er und Ruhland stellten auch klar, dass eine Unterbringung in den Katakomben von St. Heinrich nach derzeitigem Stand der Dinge kostengünstiger zu realisieren wäre als am alten Standort. 1500 Euro, so Jakubowskis Plan, solle die Bezirksvertretung Uerdingen für den Einzug in ein Provisorium direkt bereitstellen.
Dem Argument, dass St. Heinrich zu fern von Uerdingens Zentrum liege, wollen die CDU-Politiker keinen Glauben schenken: Die Jugendlichen, die im Jojo verkehren, seien ohnehin in großer Zahl in Uerdingens Norden zu Hause. Demnächst wird der Weg noch kürzer. Am 28. Oktober soll nach 80 Jahren der Durchstich am Bahnhof starten. Ganz so lange soll das Jojo auf ein Zuhause nicht warten.
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