Krefeld: Baustelle alte Post liegt still
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 17.08.2009Krefeld (RPO). Die alte Post an der Kölner Straße ist abgerissen. Seit Wochen ruhen die Arbeiten für den Neubau eines Möbellagers der Caritas. Zuerst soll Klarheit über das Terrana-Projekt an der Bahnhofssüdseite geschaffen werden.
An der Baustelle der weitestgehend abgerissenen alten Post an der Kölner Straße unweit des Bahnhofs, wo die Caritas ein Möbellager errichten will, tut sich seit einigen Wochen nichts mehr. Das liege aber nicht daran, dass die Stadt dort etwas anderes vorhabe, erklärte Baudezerent Thomas Visser auf RP-Anfrage. "Die Stadt hat als Eigentümerin des Geländes sogar prioritäres Interesse an dem Caritas-Gebäude, zumal dort andere Nutzungen wegen des Verkehrslärms nicht in Frage kämen und in diesem Abschnitt auch keine Verbreiterung der Kölner Straße vorgesehen ist."
Unterschriften fehlen noch
Das Terrana-Projekt
Die Terrana-Bauprojekt GmbH will am Willy-Brandt-Platz südöstlich des Bahnhofs ein viergeschossiges Gebäude mit entsprechenden Autostellplätzen errichten.
Im Erdgeschoss sind auf 1700 Quadratmetern ein Rewe-Markt, und auf 800 Quadratmeter ein Penny-Markt vorgesehen.
In den Oberen Etagen sollen Büroräume entstehen.
Die Arbeiten ruhten, weil der Block zwischen Kölner- und Ritterstraße bis "Im Brahm" städtebaulich als Einheit gesehen werde. "Daher haben wir die Caritas gebeten zu warten, bis der Rat den Bebauungsplan für das Terrana-Projekt an der Bahnhofssüdseite im September beschlossen hat", so Visser. Dafür aber fehlen noch die Unterschriften. Falls sich das Projekt verzögern oder nicht zustande kommen sollte, werde für die Caritas eine zügige Entscheidung gefällt.
Das geplante Caritas-Gebäude behindere auch nicht die angestrebte komplette Verkehrsabwicklung für den Bahnhof (Busse, Taxen, Kurzzeit-Parkplätze) an dessen Südseite. So ein Lager, wie es die Caritas derzeit noch an der Dießemer Straße mit einem Mini-Parkplatz problemlos betreibt, habe ja nicht die Frequenz eines Einrichtungshauses. Die bestehenden Straßen und Querschnitte könnten bleiben, wie sie sind.
Auch der Tanzsport-Club Seidenstadt, dessen Aktive zum Teil auch mit dem Zug zu ihren derzeitigen Räumen im Bahnhof anreisen, hat ein Auge auf das Grundstück geworfen. "Unser Pachtvertrag läuft 2012 aus. Wir wollen aber schneller raus, weil uns die Bahn mit Nachdruck darum bittet", formulierte Vorsitzender Martin Pastor, der als Architekt auch schon erste Entwürfe für ein Gemeinschaftsgebäude mit der Caritas angefertigt hat. Statt des TCS soll im Bahnhof eine Mc Donald's-Filiale einziehen. Einen Einzug des Tanzclubs in das Terrana-Gebäude hält Pastor angesichts der zu erwartenden Mietforderungen in dem Gewerbeobjekt für unrealistisch.
"Wir können uns gut vorstellen, das Gebäude gemeinsam mit dem TC Seidenstadt zu bauen", sagt Caritas-Geschäftsführer Hans-Georg Liegener. In welchen Ausmaßen das Gemeinschaftsprojekt zustande komme, hänge von den Kalkulationen ab, die aber erst nach Vorlage von Grundstücksgrößen und -preisen vorgenommen werden könnten, so Liegener: "Gegebenenfalls könnten wir ein dreigeschossiges Gebäude mit Möbellager und selbst genutzten Büros auch allein errichten."
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