Krefeld: „Aktenzeichen XY“ sucht Krefelder Juwelendiebe
zuletzt aktualisiert: 26.09.2007Krefeld (RPO). Es war der spektakulärste Überfall in diesem Jahr: Um 5.10 Uhr am Morgen des 4. Februar rasten unbekannte Täter mit einem VW Bully rückwärts in die gläserne Eingangstür eines Juweliergeschäfts an der Neusser Straße. Zwei mit Kapuzenjacken bekleidete Diebe drangen durch die zerstörte Tür in das Geschäft ein. Mit Hämmern zertrümmerten sie die Vitrinen, entwendeten Silberringe und goldene Handketten. Dann flüchteten sie zu Fuß in Richtung Gladbacher Straße – unerkannt. Den Bully ließen sie am Tatort zurück.
Morgen Abend bekommt die Krefelder Polizei Hilfe bei der Suche. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY . . . ungelöst“ wird Moderator Rudi Cerne den Fall vorstellen und die Bevölkerung um Hinweise bitten. Die Sendereihe hat eine Einschaltquote von mehr als vier Millionen Zuschauern.
Aachener Kennzeichen
So viel haben die Ermittler aus Krefeld bereits zusammengetragen: Der für den Überfall benutzte grüne VW Bully wurde vor fünf Jahren in Aachen gestohlen. Damals trug er das Kennzeichen AC-HS 2544. Bei der Tat hingegen hatte das Fahrzeug die niederländischen Kennzeichen montiert („GT-FS-22“), die im Juni 2003 in Kerkrade entwendet worden waren. Auffällig finden die Ermittler, dass der Wagen in den vergangenen vier Jahren nur etwa 1000 Kilometer bewegt wurde.
Am Tatort ließen die Täter neben dem Wagen auch einen Maurerhammer und ein Gipserbeil zurück. Cerne will morgen Abend fragen, wer etwas zur Herkunft der Gegenstände sagen kann – und ob jemand den VW-Bus in den vergangenen fünf Jahren gesehen hat.
Der Juwelier hat durch den Überfall gewonnen – an Erfahrung. Er sagt: „Unsere Geschäfte sind jetzt ausgebaut wie Fort Knox.“
Aktenzeichen XY . . . ungelöst, morgen Abend, ZDF, 20.15 Uhr.
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