Krefeld: Berlinale mit Krefelder Technik
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010 - 10:35Krefeld (RPO). Es ist bereits ein Ritual bei der Berlinale: Bevor die Schauspieler und Regisseure zur Premiere ihres neuen Filmes in den Kinosaal schreiten, signieren sie ein Star-Porträt von sich im Berlinale-Palast.
Die Szene wird live ins Kino übertragen, ist häufig auch im Fernsehen zu sehen. Gerhard Kassner heißt der Berlinale-Fotograf, der die Stars ablichtet – und wäre ohne Technik aus Krefeld ziemlich aufgeschmissen. "Die Aufnahmen müssen sehr schnell gehen. Oft bleiben für die Fotos nicht mehr als anderthalb Minuten.
" Jack Nicholson zum Beispiel. "Er kam mit einem Glas Wasser herein, klassisch grinsend, auf den Hintergrund in einer Art Kurve zulaufend, vor dem er kurz stehen blieb und ich fünfmal abdrücken konnte." In diesem Jahr fotografierte Kassner unter anderem den britischen Schauspieler Ewan McGregor (der scheu zur Seite blickt), Bollywood-Star Sha Rukh Khan und Leonardo di Caprio (lässig mit der Hand in der Anzughose). Auch Regie-Legende Martin Scorsese ließ sich von Kassner abbilden.
Die Porträts müssen fix ausgedruckt werden, damit sie kurz darauf signierfertig sind. Kassner fotografiert mit einer Digitalkamera von Canon, die von der Deutschland-Zentrale in Krefeld bereitgestellt wird. Und die Großformat-Bilder kommen aus einem Canon-Printer, der mit zwölf Farben druckt. "Der braucht nur zehn Minuten dafür, ist optimal aufs Bildproduktionssystem abgestimmt."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



