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Krefeld: Beuys-Werke können bleiben

VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 12.12.2007

Krefeld (RPO). Helga Lauffs hat laut Kulturdezernent Roland Schneider am Montag erklärt, sie werde der Stadt einzelne Beuys-Arbeiten schenken. Für dessen andere Werke müsse die Stadt in die Tasche greifen. Der Kulturausschuss nahm die Hubert-Houben-Kampfbahn in die Denkmalliste auf.

Die Beuys-Arbeiten im Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld. Foto: RPO

Kulturdezernent Roland Schneider machte es gestern Abend im Fachausschuss spannend, als er über die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Stadt und Helga Lauffs und ihrer Rechtsvertreter vom Vortag berichtete: 1. Frau Lauffs bleibe prinzipiell bei der Absicht, ihre Kunstwerke aus Krefeld abzuziehen. 2. Sie habe kein konkretes Herausgabeverlangen für die Beuys-Werke gestellt. 3. Der Abzug ihrer Kunstwerke werde bis Ende Juni 2008 zeitlich und sachlich in Schritten vollzogen. 4. Frau Lauffs habe sich über die Rechtslage hinaus bereit erklärt, sämtliche Kosten des Abzugs zu übernehmen und habe 5. eine Lösung gesucht, die sicherstellt, dass die Beuys-Objekte in Krefeld bleiben können: Sie werde der Stadt einzelne der fünf Arbeiten schenken; für die restlichen müsse eine finanzielle Lösung gefunden werden. Schneider wertete diese Haltung als sehr entgegenkommend und meinte: „Es sollte gelingen, den gesamten Beuys-Block in Krefeld zu halten.“

Info

Mediothek

Um die zum Teil zu steilen und zu langen Rampen in der Mediothek vorschriftsgemäß auszubilden, wurde der Fußbodenaufbau angepasst und die Anzahl der Rampen erhöht. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen, berichtete die Verwaltung auf Antrag der SPD.

Die Stadt Krefeld werde Mehrkosten, die sich durch diese Maßnahmen ergeben haben, im Rahmen der Haftung beim Generalplaner geltend machen.

SPD gegen Schönhausen-Verkauf

Einig waren sich die Fraktionen über die Bitte an die Verwaltung, eine Machbarkeitsstudie über die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Nutzungen sowohl des Museums Burg Linn als auch der Musikschule zu erstellen. Darin soll dem CDU- und FDP-Antrag gemäß auch untersucht werden, ob das Haus Schönhausen als Teil der Musikschule verkauft werden kann. Die SPD sprach sich gegen einen solchen Verkauf aus und unterstrich bezüglich des Museums ihr Anliegen, auch die Einrichtung einer stadtgeschichtlichen Abteilung zu prüfen. Die angestrebte Attraktivitätssteigerung bedeutet nach dem CDU- und FDP-Antrag für das Linner Museum vorrangig substanzerhaltende Maßnahmen in der Vorburg. In der Musikschule soll das Raumangebot im Haus Sollbrüggen erweitert und eine dortige Zusammenfassung der Musikschule geprüft werden.

Zum Thema Hubert-Houben-Kampfbahn befand Joachim C. Heitmann (FDP), dass der Lärm nicht größer werde, wenn die Anlage unter Denkmalschutz gestellt werde. Auf dessen Nachfrage erklärte Baudezernent Thomas Visser, dass die zum Teil abgetragene Mauer zum Denkmal gehöre und der Anbau von Sanitäranlagen an die Tribüne dem Denkmalschutz nicht entgegenstehe. Damit konnte sich die CDU mit ihrem Antrag, die Tribüne vorläufig aus der Unterschutzstellung herauszunehmen, nicht durchsetzen. Mit den Stimmen der anderen Fraktionen wurde die Anlage in Gesamtheit in die Denkmalliste aufgenommen.

Quelle: RP

 
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