Krefeld: Cantz der Papa
zuletzt aktualisiert: 02.10.2007Krefeld (RPO). Guido Cantz kommt am 6. Oktober mit einem Baby-Programm ins Seidenweberhaus. Der Rheinländer erklärt, warum man auf Kindernamen mit „th“ verzichten, aber teure Autos kaufen sollte.
Noch ist Guido Cantz kein Papa – aber sein Programm heißt „Ich will ein Kind von Dir“. Am 6. Oktober ist der Moderator von „Deal or no Deal“ im Seidenweberhaus zu sehen und will dann auch die Frage klären, warum man seiner Tochter keine Namen mit „th“ geben sollte.
Herr Cantz, wie sieht’s bei Ihnen aus: Kind or no Kind?
Cantz Noch „No Kind“. Irgendwann aber bestimmt „Kind“. In meinem Bekanntenkreis gibt es so viele werdende Eltern, auch mein Bruder ist Vater geworden. Da kommt man einfach auf den Geschmack.
Ihr Programm heißt immerhin „Ich will ein Kind von dir.
Cantz Das ist in Köln bei meinen Autritten ein Kult-Spruch. Da gab es in der erste Reihe mal ein paar Mädchen, die ich zu Beginn bat, „Ich will ein Kind von Dir“ zu rufen. Seitdem begegnen mir viele Kölner mit genau diesem Satz. Das hat sich so etabliert, dass ich es als Programmtitel auswählte.
Sie sind 36 und noch nicht Papa. Wird man da nicht langsam nervös?
Cantz Nein, der Trend geht dahin, später Vater zu werden. Sorgen mache ich mir noch nicht. Meine sehr liebe Freundin hat mir gesagt, dass ich mich erst auf der Bühne austoben soll. Danach würden wir sehen.
Auf dem Tourplakat ist ein weinendes Kind zu sehen. Es sitzt auf Ihrem Schoss, Sie schauen sehr skeptisch. Das sind nicht die besten Referenzen.
Cantz Die Kleine heißt Annika und ist die Tochter einer Bekannten. Wir haben bei den Aufnahmen zum Plakat Dutzende Bilder geschossen, auf denen wir beide lachen. Die Bilder sehen nett aus, mehr aber auch nicht. Das Bild, das wir letztlich auswählten, entstand zum Schluss der Aufnahmen, als die liebe Annika nicht mehr auf meinem Schoß sitzen wollte. Da hat sie geweint, und ich wusste nicht, was ich machen soll.
Merken Sie, dass Bekannte versuchen, sich mit Witzen in Ihr Programm einzuschleichen?
Cantz Es passiert, dass die mir sagen: ,Guido, ich hab’ da was ganz Witziges gehört. Kannst Du das gebrauchen.’ Dafür bin ich meinen Freunden im Grunde aber dankbar.
Konnten Sie fürs aktuelle Programm im Bekanntenkreis Feldstudien vornehmen?
Cantz Ja, zum Beispiel bei diesen Modenamen. Ein Freund hat seinen Sohn Severin genannt. Da dachte ich: ,Toll, so heißt mein Wasserkocher’. Und letztens war ich im Supermarkt, da suchte ein Kind seine Eltern, das seinen Namen am Mikrophon im Kaufhaus nicht aussprechenkonnte. Es hieß „Gwyneth“. Und dann diese ganzen Maries mit Bindestrich. Und die Jungs, die Paul und Fritz heißen. Wobei: Bei Fritz muss man schon wieder aufpassen. Das könnte ja jetzt ein Islamist werden.
Kindernamen sind das eine Problem, Kinderwagen das andere.
Cantz Der Kinderwagen meines Bruders sollte 700 Euro kosten, so teuer war nicht mal mein erstes Auto. Und das in D-Mark. Außerdem bemerke ich, dass sich meine Freunde wegen ihrer Kinder richtig teure Riesenkutschen kaufen. Früher haben wir auf der Rückbank Quartett gespielt und mein Vater hat vorn Kette geraucht. Mittlerweile laufen auf zwei Fernsehern in den Kopfstützen DVDs für die Kleinen.
Preise sind das Stichwort. Gibt es bei Ihnen Rabatte für vielfache Eltern?
Cantz Das ist ein schöner Gedanke, da muss ich mal meinen Manager fragen. Mit Familienpass zu Guido Cantz, das passt.
Sebastian Peters stellte die Fragen.
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