Krefeld: CDU und SPD lehnen Kraftwerkpläne ab
zuletzt aktualisiert: 06.03.2007Krefeld (RPO). Bis 22 Uhr tagte die CDU-Fraktion gestern abend. Dann war klar: Die Christdemokraten sprechen sich gegen das Kraftwerk aus. Zuvor hatte Helmut Döpcke, bei der Stadt zuständig für den Fachbereich Umwelt, die Politiker über die Auswirkungen des 800 Megawatt-Kraftwerks informiert.
Er verwies auf das gesamtstädtische Klimagutachten. Dieses hatte empfohlen, in Uerdingen keine belastenden Unternehmen mehr anzusiedeln, da es dort schon genügend Umweltbelastungen gebe. „Die Zusatzbelastung können wir bei einem Werk dieser Größenordnung nicht wegdiskutieren“, erklärte Uerdingens Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski (CDU). Die Union fordere aber, alles dafür zu tun, um den Chemiepark zu unterstützen, auf dessen Gelände das Kraftwerk entstehen sollte. Eine wesentlich kleinere und umweltfreundlichere Anlage reiche für den Bedarf völlig aus.
Ebenso argumentierte gestern Abend die SPD in ihrer Fraktionssitzung. Auch sie spricht sich gegen das Kraftwerk aus, bekennt sich zum Chemiestandort Uerdingen. Aber sie geht noch einen Schritt weiter: Die Sozialdemokraten lehnen auch die Erhöhung der Verbrennungskapazitäten der Müllverbrennungsanlage am Elfrather See ab.
Die Chancen, dass das Steinkohlekraftwerk gebaut wird, sinken nun gegen Null. Der Hauptausschuss wird am Donnerstag keine positive Stellungnahme zu dem Bau abgeben. Diese Stellungnahme ist eine Richtlinie für den Regionalrat, der sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Bau befassen wird. Und selbst wenn der Regionalrat sich für den Bau aussprechen sollte, hätte die Stadt weitere Möglichkeiten: Sie könnte die nötigen Änderungen des Bebauungsplanes verhindern.
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