Krefeld: Changi tobt im Affenhaus – Elefanten kriegen kalte Füße
zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 14:01Krefeld (RPO). Schneeleoparden und Moschusochsen blühen richtig auf, Elefanten und Pinguine bibbern in der Kälte und Orang-Utan-Jungtier Changi macht mächtig Dampf im Affenhaus. Die Tiere im Krefelder Zoo begegnen dem Frost mit gemischten Gefühlen.
Einige Tierarten präsentieren sich jetzt mit deutlich mehr Bewegung als in der warmen Jahreszeit. Viel Spaß an den derzeitigen Temperaturen haben vor allem die Schneeeulen, Moschusochsen, Schneeleoparden und Trampeltiere, teilt der Zoo mit.
Ihre Heimatländer liegen in den kälteren Gefilden, wo Temperaturen, wie sie derzeit am Niederrhein vorherrschen, an der Tagesordnung sind. Ein dickes Winterfell beziehungsweise Gefieder schützt sie deshalb vor der Kälte.
So gut wie diese Arten kommen jedoch längst nicht alle Zoobewohner mit dem besonders kalten Winter klar. Für Elefanten oder Nashörner beispielsweise sind nicht nur kalte Füße gefährlich: Bei dem extremen Frost könnten sie Erfrierungen an den Ohren davontragen, deshalb dürfen sie immer nur kurzzeitig hinaus in die Kälte, bevor sie dann wieder für eine Weile zum Aufwärmen ins Großtierhaus hereingeholt werden. Im nicht weit entfernten Tapirhaus wärmen sich unterdessen die drei typischen Vertreter der großen Pflanzenfresser Südamerikas auf: Flachlandtapire, Wasserschweine und Guanakos, die sich ansonsten die Anlage kurz hinter dem Zooeingang mit dem größten Vogel des Kontinents, dem Nandu teilen.
Pinguine suchen Zuflucht im Wasser
Erstaunlicherweise mögen in Krefeld gerade die Pinguine diese Temperaturen nicht so sehr. "Wir halten hier tropische Humboldtpinguine", erklärt Zoosprecherin Petra Schwinn, "die haben es lieber etwas wärmer". Deshalb wurden ihre Schlafhöhlen mit Heu ausgepolstert, das etwas mehr Schutz bietet. Aber am liebsten bleiben die Wasservögel derzeit in ihrem Element: Das Wasser im Gehege hat sich – ebenso wie bei den Seelöwen – bei einer Temperatur von rund acht Grad plus stabilisiert und friert nicht ein, weil über einen Zu- und Ablauf für eine stetige Zirkulation gesorgt ist.
In den Tierhäusern wird natürlich jetzt mehr geheizt, um die Temperaturen konstant zu halten. Das bietet auch den nicht so frostbeständigen Zoobesuchern die Möglichkeit, sich zwischendurch wieder ein bisschen zu regenerieren und trotzdem weiter Tiere zu beobachten. In den drei Tropenhäusern kann man dabei den Menschenaffen, den Vögeln oder anderen Tierarten aus dem Dschungel begegnen. Nachgebildet werden hier natürliche Lebensräume mitsamt Tierarten aus Südamerika, Madagaskar, Südostasien oder der afrikanischen Savanne, so dass der Besucher mit wenigen Schritten eine Reise rund um die Welt erleben kann. Orang-Utan-Jungtier Changi ist dabei der besondere Renner, er lässt sich bei seinen waghalsigen Kletteraktionen gerne beobachten und freut sich ganz besonders auf die Besucher.
Die Gastronomie im Grotenburgschlösschen lädt ebenfalls zum Aufwärmen ein und bietet dazu täglich warmes Essen und Getränke. Geöffnet ist der Krefelder Zoo derzeit täglich zwischen 9 und 17 Uhr, die Tierhäuser und die Gastronomie schließen um 16.30 Uhr.
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