Krefeld: CO-Pipeline: Fund könnte eine Bombe sein
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010Krefeld (RPO). Die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg entlang der Kohlenmonoxid-Pipeline auf Krefelder Stadtgebiet zwischen Rhein und Bayer-Werk wurde am Dienstag abgeschlossen.
"Wir sind mit den Messungen fertig. Jetzt müssen die restlichen Daten ausgewertet werden", sagte Gudela von Gronefeld, Dezernentin im Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung, auf Anfrage unserer Redaktion. Erste Auswertungen zeigten aber bereits, dass unter der Erde etwas Verdächtiges liegt. "Wir werden definitiv etwas ausgraben und anschließend überprüfen", versicherte von Gronefeld.
Ob es sich dabei um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, ist anhand der ausgewerteten Messdaten nicht zu sagen. Die Ausgrabungen sollen voraussichtlich in der kommenden Woche vorgenommen werden. Möglich, dass dann eine alte Fliegerbombe oder Artillerie-Granate zum Vorschein kommt.
Es kann aber auch sein, dass dort dann nur alte Gleise ausgegraben und beseitigt werden. Eine Sache ist allerdings bereits klar: Auf dem Grund des Rheins sind keine Blindgänger aus dem Krieg zu finden.
Dieser Bereich entlang der CO-Pipeline wurde bereits vor einigen Jahren mit dem gleichen Messverfahren von einem Schiff aus untersucht. Dabei wurden keine verdächtigen Funde aufgespürt, sagte von Gronefeld.
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