Krefeld: CO-Pipeline: Suche nach Bomben geht heute weiter
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 12.01.2010Krefeld (RPO). Um zehn Uhr startete Montag die die Suche des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg.
In Schrittgeschwindigkeit zog ein Traktor einen Pflug hinter sich her und suchte das Gebiet entlang der Kohlenmonoxid-Pipeline auf Krefelder Stadtgebiet zwischen Rhein und Bayer-Werk ab. Acht Mess-Sonden suchten nach Fliegerbomben und Artillerie-Granaten. Insgesamt wurde der rund 800 Meter lange Abschnitt auf einer Breite von zehn Metern kontrolliert.
Ob sich tatsächlich Blindgänger aus dem Krieg unter der Erde befinden, steht noch nicht fest. "Die Messungen sind noch nicht abgeschlossen", sagt Gudela von Gronefeld, Dezernentin im Kampfmittelbeseitigungsdienst. Heute werde der restliche Abschnitt untersucht, "erst dann können die aufgezeichneten Daten ausgewertet werden". Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte durch die Auswertung von Luftbildern festgestellt, dass der Bereich der CO-Pipeline auf Krefelder Stadtgebiet im Zweiten Weltkrieg starkem Artilleriebeschuss ausgesetzt war. Untersucht wurde die Erdoberfläche gestern mit Hilfe der sogenannten Geomagnetik. Die Mess-Sonden sind eine Art magnetischer "Fühler". Da Fliegerbomben oder Artillerie-Granaten das Erdmagnetfeld stören und verzerren, können so Bomben bis in eine Tiefe von drei bis vier Metern aufgespürt werden.
Ob es sich bei einem lokalisierten Fund um einen Blindgänger handelt, ist anhand der Messdaten nicht eindeutig zu sagen. "Wenn wir den Verdacht haben, dass sich an einem bestimmten Punkt eine Bombe befindet, wird die Stelle ausgegraben", berichtet van Gronefeld. "Es kann aber auch sein, dass wir dort dann nur alte Schienen finden."
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