Krefeld: Das Zentral-Abi
zuletzt aktualisiert: 27.01.2007Krefeld (RPO). „Emilia Galotti“ von Schiller und „Lyrik des Barock“ – auf diese Themen sollten sich künftige Abiturienten, die Deutsch als Leistungskurs belegt haben, in diesem Jahr auf jeden Fall vorbereiten. Denn diese werden für die schriftlichen Abiturprüfungen im Jahr 2007 im Fach Deutsch vorausgesetzt. „Für diesen Jahrgang gab es erstmals einen Katalog von verbindlichen Themen, die im Unterricht behandelt worden sein müssen“, sagt Harald Rosendahl, stellvertretender Schulleiter des Arndt-Gymnasiums.
Von Ende März bis Ende April werden die NRW-Schüler zum ersten Mal im Abitur zentral geprüft – jedes Fach am selben Termin, egal in welcher Stadt. Das heißt, sie bekommen in den von ihnen gewählten Abiturfächern Aufgaben gestellt, die vom Land NRW ausgearbeitet wurden und für alle Schulen gleich sind.
„Seit der Stufe 12 werden die Schüler auf das Zentral-Abitur vorbereitet. Welches Wissen gefragt ist, kann man im Internet nachlesen“, sagt Hans-Helmut Schüller, Oberstufenkoordinator am Fichte Gymnasium. Auch Probeklausuren samt Lösungen und Noten sind dort veröffentlicht. „Da in der Jahrgangsstufe 12 auch schon zentrale Klausuren in verschiedenen Fächern geschrieben wurden, wissen die Schüler also, was in etwa auf sie zukommt.“
Grundlage für die zentral gestellten Aufgaben sind die verbindlichen Vorgaben der Lehrpläne für die gymnasiale Oberstufe. In den meisten Fächern stehen Aufgaben aus verschiedenen Themenfeldern zur Auswahl. Für die Lehrer gibt es vorgegebene Auswertungsraster zur Bewertung der Klausuren.
„Das Zentral-Abitur bezieht sich nur auf die schriftlichen Prüfungen in den beiden Leistungskursen und im dritten Abiturfach“, sagt Harald Rosendahl. „Die Aufgaben in der mündlichen Prüfung im vierten Abiturfach stellt wie bisher der Fachlehrer.“ In Zukunft werde das Zentral-Abitur weiter modifiziert.
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