Krefeld: Demo: Steine auf die Polizei
zuletzt aktualisiert: 13.02.2007 - 17:51Gegen 19 Uhr am Dienstag waren rund 80 Demonstranten der NPD am Krefelder Hauptbahnhof eingetroffen. Kurz darauf hagelte es Steine und Feuerwerkskörper, die offenbar von Seiten einiger Gegen-Demonstranten auf Polizisten geworfen wurden. Einige Teilnehmer der bis dahin friedlichen Gegen-Kundgebung waren zum Bahnhof gezogen und hatten "Nazis raus" skandiert. Die Polizei, mit 900 Mann im Einsatz, hatte den Ostwall und die Seitenstraßen bereits abgeriegelt.
Zuvor hatten sich mehr als 1500 Krefelder unterschiedlicher Generationen zur friedlichen Gegen-Demonstration aufgemacht: Sie protestierten mit ihrer "Kundgebung gegen Rechts" gegen den Aufmarsch der NPD, einer Partei mit rechtsextremistischen Bestrebungen. Unter den Gegen-Demonstranten waren auch Oberbürgermeister Gregor Kathstede, Mitglieder der Ratsfraktionen, Kirchengemeinden, Gewerkschaften und Jugendverbände.
Um 17 Uhr begann die Gegen-Demonstration, die der Jugendring initiiert hatte, am Südwall. Auf dem Theaterplatz gab es eine Abschlusskundgebung. Die Rechten der NPD wollten um 19 Uhr auf der Hansastraße zwischen Polizeiwache und Arbeitsagentur mit ihrer Kundgebung beginnen. Sie hatten dafür rund 200 Teilnehmer angekündigt.
Die Polizei Krefeld wurde durch Spezialisten aus Düsseldorf und einsatzerfahrenen Hundertschaften aus Wuppertal und Duisburg unterstützt.
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