Krefeld: Der KönigPalast wird nun doch nicht beben
VON JÖRG ZELLEN - zuletzt aktualisiert: 03.10.2006Krefeld (RPO). Während des Eishockeyspiels der Pinguine gegen Nürnberg am Sonntag Abend wurde es bekannt: Auf dem Videowürfel im KönigPalast leuchtete die Ankündigung zum „Palastbeben“ mit den „Deutschland sucht den Superstar“-Finalisten Mike Leon Grosch und Tobias Regner auf. Darunter stand der Hinweis: „Diese Veranstaltung wurde abgesagt.“ Raunen machte sich breit. Hallenmanager Paul Keusch erklärte gestern im Gespräch mit der RP die Hintergründe.
Bis zum vergangenen Freitag, dem Tag der inoffiziellen Absage, waren gerade einmal 500 Karten für das „Palastbeben“ verkauft. „Sechs Monate nach dem DSDS-Finale locken Grosch und Regner anscheinend kaum noch jemanden aus dem Haus“, kommentierte Keusch das Desinteresse. „Dieses Event ist als reines Vermietgeschäft geplant gewesen“, ergänzte der Österreicher. „Sprich: Wir als KönigPalast nehmen durch die Absage keinen Schaden.“ Der Veranstalter aus Oberhausen, der auch für die „Schlagernacht“ am Freitag (diese findet statt) verantwortlich zeichnet, muss dennoch gut 70 Prozent der vereinbarten Miete an die Arenabetreiber bezahlen. „Dafür haben wir zeitlich abgestufte Stornogebühren in unseren Geschäftsbedingungen stehen“, erläuterte Keusch. „Natürlich hätten wir lieber die ganze Summe bekommen, aber auch so stehen wir gut da.“
Einen Imageverlust befürchtet Keusch nach der ersten Absage in der jungen Geschichte der Arena nicht. „So ist das Geschäft, es ist zwar nicht schön, aber auch nicht außergewöhnlich. Selbst in der Kölnarena hat es schon Absagen gegeben.“
Am Donnerstag wollen die Arena-Bosse übrigens weitere Events bekanntgeben, die den Palast an der Westparkstraße dann aber auch füllen sollen.
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