Krefeld: Der schwere Kampf gegen die Drogen
zuletzt aktualisiert: 02.08.2007Krefeld (RPO). Mit einer Null-Toleranz-Strategie will NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter gegen Drogenkonsum vorgehen. Auf die Krefelder Drogenszene wird dies nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft nur wenig Einfluss haben.
452 Rauschgiftdelikte hat die Polizei im ersten Halbjahr 2007 angezeigt. 128 Tatverdächtige waren dabei jünger als 21 Jahre. „Und das ist nur die kleine Spitze eines Eisbergs“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Lindner. Unter den erfassten Delikten waren 214 Cannabis-Verstöße. 89 der hierbei Erwischten waren unter 21 Jahre alt. Viele der Täter waren der Polizei nicht unbekannt. Lediglich 32 Personen wurden zum ersten Mal erwischt.
Der Justiz bescheren die Pläne der Ministerin deutlich mehr Arbeit, wie Oberstaatsanwalt Hans-Dieter Menden erläutert. Denn in vielen Fällen, in denen bisher das Verfahren eingestellt wurde, werden nun Strafbefehle versandt.
Auf die Drogenszene in Krefeld wird die Verschärfung seiner Einschätzung nach keinen Einfluss haben. Bei vielen Verstößen, die vor Gericht verhandelt werden, gehe es zudem um Fälle, bei denen die Personen beim Grenzübertritt erwischt wurden.
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