Krefeld: Die Brebau arbeitet wieder
VON OTMAR SPROTHEN - zuletzt aktualisiert: 04.01.2008Krefeld (RPO). An Heiligabend brannte in Linn die Präsentations- und Beratungshalle des Baufachhandels Brebau aus. Am kommenden Montag öffnet die Firma an der Floßstraße wieder. Nachbarn, Kunden und Lieferanten halfen mit, die 37 Arbeitsplätze zu bewahren.
Auf dem Hof hat eine benachbarte Baufirma mehrere Container als Notunterkunft aufgestellt. Im Hintergrund versperren rauchgeschwärzte Schubkarren den Eingang zu der früheren Präsentations- und Beratungshalle, deren hinterer Teil eingestürzt ist. Nur der Geruch von verbranntem Kunststoff erinnert noch an den Großbrand vom 24. Dezember 2007, der das Herzstück des Baufachhandels „Bauen und leben - Brebau“ an der Floßstraße am Rheinhafen vernichtete. Inzwischen konnte die Brandursache ermittelt werden: ein Kurzschluss im Hauptkabel am Übergabepunkt.
Kein Platz für Pessimismus
Baufachhandel BREBAU
Sortiment von Baustoffen über Fenster, Türen, Fliesen bis zur Energiespartechnik.
Adresse Düsseldorfer Straße 101, Ecke Floßstraße, 47809 Krefeld
Telefon für dringende Fälle:
Theo Peitz 0172 3756 350.
Friedhelm Conen 0172 3668 410.
„Als ich die brennende Firma sah, war mein erster Gedanke: Hier wird unsere Existenz vernichtet,“ erinnert sich Geschäftsführer Theo Peitz. Dann aber weist er auf das geschäftige Treiben auf dem Betriebshof, wo Stapler die Ware umsortieren, Lieferanten herumirren,bis ihnen jemand den Weg zu dem Container der Geschäftsführung zeigt. „Nach dem Brand haben wir so viel spontane Solidarität von Kunden, Lieferanten und Nachbarn erfahren, dass für Pessimismus gar kein Platz blieb“, erinnert sich Peitz.
Die Kantine eines benachbarten Großbetriebes versorgte die Mitarbeiter kostenlos mit Essen, noch über Weihnachten hatten die SWK eine Notversorgung mit Wasser und Strom hergestellt, Kunden und Lieferanten zeigten eine enorme terminliche Flexibilität. Immerhin kann die Brebau auf eine 130jährige Tradition zurückblicken. Dies schafft Vertrauen.
„Am 7. Januar werden wir wieder mit der Beratung und mit dem Verkauf beginnen. In etwa sechs Wochen wird dann eine 600 Quadratmeter große mobile Halle für den Kundenverkehr bereit stehen, denn für Abriss und Wiederaufbau der abgebrannten Halle werden knapp zwölf Monate benötigt. Dann werden wir auch die an unsere Filialen ausgeliehenen Mitarbeiter wieder in Krefeld beschäftigen können“, blickt Theo Peitz zuversichtlich in die Zukunft.
Dann können private Bauwillige, Architekten und Handwerker nach einer umfassenden Beratung wieder Ware aus dem Brebau-Sortiment begutachten und ordern. Die Übergangshalle ermöglicht es der Firma, die „Krefelder Energiesparmesse“ vom 28. Februar. bis 1. März an der Floßstraße planmäßig durchzuführen. Unter Beteiligung der Stadt Krefeld, der SWK und namhafter Hersteller von Umwelttechnik werden dann 45 Fachberater bereitstehen, über Energiesparverfahren bis hin zu Fragen der Finanzierung zu informieren. Die Moderation dieser größten Energiesparmesse Krefelds haben die bekannten Moderatoren Claudia Kleinert und Franz Alt übernommen.Die Arbeit der Brebau geht voller Zuversicht weiter.
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