Krefeld: Die CO-Pipeline für Bayer ist fast fertig
VON CHRISTOPH SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 20.02.2009Krefeld (RPO). 97 Prozent der 67 Kilometer langen Pipeline von Dormagen nach Krefeld sind bereits fertig. Dies bestätigte Christian Zöller, Sprecher von Bayer Material Science. Die Baukosten seien im Limit und bewegten sich im "mittleren zweistelligen Millionenbereich". Die Inbetriebnahme hänge ab von den Gerichten. Bislang gebe es noch keinen Verhandlungstermin.
Drei Lücken in der CO-Leitung sind noch in Hilden zu schließen. Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, so der Sprecher von Bayer Material Science. Die Stadt Hilden selbst kann nicht gegen die bedrohliche Giftgasleitung vorgehen, unterstützt aber zusammen mit dem Kreis Mettmann zwei aussichtsreiche Privatkläger, erläuterte Baudezernent Horst Thiele. Gegen die Enteignung habe sich die Stadt vergebens gewehrt.
Hintergrund: Ein Gesetz im Landtag, dem alle Fraktionen damals zustimmten, hatte den Pipeline-Bau überhaupt erst möglich gemacht. Nur die Grünen haben ihre Entscheidung inzwischen revidiert. "Die politische Front in den anderen Landtagsfraktionen steht nach wie vor. Die haben wir mit unseren Protesten nicht aufweichen können", bilanziert Dieter Donner aus Hilden, Pressekoordinator der Pipeline-Gegner aus der Region.
Jetzt hoffe man auf die Gerichte. Vor Mai werde kein Hauptverfahren eröffnet, habe das Verwaltungsgericht Düsseldorf mitgeteilt. Bayer habe an über 50 Stellen die genehmigte Trassen-Linie verlassen und noch andere bauliche Veränderungen vorgenommen, glaubt Donner nachweisen zu können. Das hat sich das Großunternehmen im Nachhinein im Oktober vergangenen Jahres von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigen lassen.
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