Krefeld: Die Krefelder Malteser werden 50
VON DIETRICH HENNES - zuletzt aktualisiert: 22.08.2007Krefeld (RPO). Ihr Markenzeichen ist das achtspitzige weiße Kreuz im rotfarbenen Wappen. Seit einem halben Jahrhundert helfen die Männer vom Malteser Hilfsdienst (MHD) jetzt auch in der Seidenstadt: Nur vier Jahren nach dem MHD Deutschland gründete sich 1957 der Krefelder Verein. Der Hilfsdienst führt seine Wurzeln auf den 900-jährigen Malteserorden zurück. „Wir sind eng mit der katholischen Kirche des Bistums Aachen verbunden“, sagt Stefan Kronsbein, Stadtbeauftragter des MHD. „Aber wir fragen bei unserer Hilfe nicht nach der Konfession“. Einmal im Monat können Bedürftige im Franziskus-Haus am Jungfernweg für wenig Geld ein Mittagessen einnehmen. „Und wer überhaupt nicht zahlen kann, wird auch nicht abgewiesen“, sagt Kronsbein.
Dietmar Klabunde (48), dem Leiter der Krefelder Malteser, unterstehen heute 30 hauptamtliche Rettungssanitäter und Rettungsassistenten, zehn Zivildienstleistende und etwa 170 ehrenamtliche Helfer. Rund 4000 aktive und fördernde Mitglieder hat der MHD. Seit 1995 hat er seine Dienststelle an der Obergath. „Besonders mit der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk wird der MHD bei der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr tätig“, erläutert Stefan Kronsbein. Dabei liege der Schwerpunkt auf dem Sanitätswesen, ergänzt Kronsbeins Vertreter Lothar Berres. Gut ausgebildete Kräfte werden besonders bei Katastrophen benötigt. So werden nicht nur die eigenen Leute, sondern auch andere Malteser an der Obergath geschult. Die Malteser werden aber auch im Krankenwagendienst oder bei der Trinkwasseraufbereitung aktiv.
Seinen 50. Geburtstag wird der Verein am Samstag mit einem Festakt in der ehemaligen Kirche auf dem Gelände des Campus Fichtenhain begehen. Zu den Feierlichkeiten, die um 10.30 Uhr beginnen, werden unter anderen der Geschäftsführende Präsident des MHD, Johannes Freiherr Heereman, Domkapitular Heiner Schmitz und Krefelds OB Gregor Kathstede erwartet. Die Festansprache hält der Krefelder Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer zum Thema „Ehrenamt und Gefahrenabwehr – Eine Aufgabe auch für die Malteser“.
Beim anschließenden Umtrunk und Imbiss (13 Uhr) wird auch die Festschrift verteilt, die der Krefelder Historiker und Heimatforscher Dieter Nellessen erstellt hat – ein historisches Zeitdokument über ein halbes Jahrhundert MHD.
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