Krefeld: Die Tücken des Luftreinhalteplans
zuletzt aktualisiert: 10.12.2010Krefeld (RPO). Krefelds Autofahrer müssen sich noch in Geduld üben. Erst Ende Januar sollen die Verkehrsampel-Taktungen auf Berliner Straße sowie Ober- und Untergath an das dort seit 1. Oktober geltende Tempo 50 angepasst werden.
Das wurde gestern im Umweltausschuss bekannt. Das Tempolimit ist Teil des Luftreinhalteplans, der dafür sorgen soll, dass Verkehr und Industrie die festgelegten Grenzwerte für die Luftschadstoffe Stickoxid (NO2) und Feinstaub (PM10) in Krefeld dauerhaft unterschreiten.
Hoffnung gibt es derweil für die Anwohner der Kölner Straße in Fischeln. Sie hatten sich beschwert, dass das geltende Lkw-Fahrverbot kaum beachtet werde. Mit ein Grund: Auf der Autobahn weisen keine Schilder auf das Durchfahrtverbot hin. Derzeit erarbeite die Stadtverwaltung ein Konzept, das auch eine vorausschauende Beschilderung enthält, erfuhren die Mitglieder des Umweltausschusses.
Nach der Genehmigung der Planung durch die Bezirksregierung könnten die Schilder im Januar aufgestellt werden. Problematisch ist zurzeit auch die ab 1. Januar geltende Umweltzone im gesamten Innenstadtbereich. Grund: Straßenverkehrsamt und Umweltamt geben derzeit sich widersprechende Angaben zu Ausnahmeregelungen. Umweltamtsleiter Helmut Döpcke verwies auf den entsprechenden Link im Internetauftritt der Stadt Krefeld, der alle wichtigen Regelungen vorstellen würde.
Da sich das Land Nordrhein-Westfalen bei der Klärung wichtiger Fragen unschlüssig verhalte, fehle die Richtung. Planungsdezernent Thomas Visser kam zu Hilfe: "Wir werden noch vor Weihnachten informieren."
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