Serie: Zootiere: Die Verwandte der Schafe
zuletzt aktualisiert: 30.08.2011Krefeld (RP). In unserer Serie "Zootiere" stellen wir die Bewohner vor, die im neuen Zookalender festgehalten sind. Heute: die Moschusochsen.
Nur einen müden Blick hat der junge Moschusochse, der uns vom Novemberkalenderblatt anlinst, übrig. Mit Bedacht wurde der kalte Monat für diese Tiergruppe gewählt, denn Moschusochsen sind wahre Kältekünstler. In Grönland und den Hochebenen Norwegens kann es schon mal empfindlich kalt werden, aber Moschusochsen sind für diesen Fall bestens gerüstet.
Ihr besonderes Fell, mit extrem dichter Unterwolle und Deckhaaren, die bis zu 60 Zentimeter lang werden können und damit zu den längsten Haaren im Tierreich gehören, schützt sie vor Temperaturen bis zu minus 35 Grad Celsius.
Gelegentlich lassen sich die Tiere einschneien, denn auch das hilft bei Kälte. Bei Gefahr bilden die Alttiere einen Kreis nach dem Prinzip "Wagenburg" um die Jungtiere. Mit nach außen gerichteten Hörnern traut sich so schnell kein Feind an sie heran. Bullen kämpfen um die Rangordnung, indem sie mit gesenkten Köpfen gegeneinanderprallen und den Gegner nach hinten wegzudrücken versuchen.
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, die Moschusochsen sind mit den Schafen verwandt und nicht mit den Rindern. Spätestens, wenn sie in sanften Laufschritt fallen, wird die Verwandtschaft deutlich, so elegant läuft keine Kuh. Moschusochsen haben nur eine sehr geringe Fortpflanzungsrate. Kälber bleiben bis zu zwei Jahre bei ihrer Mutter. Daher sind sie in freier Wildbahn selten geworden.
Der Zookalender ist für 9,90 Euro im Zooshop und im RP-Shop erhältlich. Telefon 0180 5355399, Mo–Fr 8–16 Uhr).
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