Krefeld: Dio-Spitze: Sanierung beginnt
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 30.05.2009Krefeld (RPO). Mitte Juli starten die Bauarbeiten am Oktogon. Der Kirchenvorstand hofft, im Frühjahr nächsten Jahres dann die Spitze montieren zu können. OB Kathstede steht zu seiner Zusage, bei der Finanzierung zu helfen.
Der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Johannes XXIII. hat den Startschuss für die Sanierung des Dio-Turms begonnen. Zunächst wird das Oktogon in Angriff genommen, jener achteckige Aufsatz auf dem viereckigen Turm. Dies teilten die Kirchenvorstandsmitglieder Professor Dr. Jürgen Schramm und Franz Joseph Greve gestern mit. Spätestens im Februar nächsten Jahres soll das Oktogon fertig sein. Dann könnte auf ihm die neue Dio-Spitze errichtet werden.
Seit dem Frühjahr 2004 fehlt der Seidenstadt ihr Wahrzeichen, die grünlich schimmernde Kupferspitze der Dionysiuskirche. Damals fielen bei Stürmen Teile des Turms hinab. Untersuchungen ergaben erhebliche Rostschäden der Stahlkonstruktion unter der Kupferabdeckung. Daraufhin musste die gesamte Spitze abgenommen werden. Da kein Geld zur Verfügung stand, begannen die Krefelder mit großem Eifer für ihre Spitze zu sammeln. Dazu wurde eigens ein Verein gegründet.
Zur Geschichte
Zwei Türme für die Dio-Kirche plante Oberpfarrer Dr. Hermann Josef Schmitz im Sommer 1890. Damit wollte er die Bedeutung der Stadtkirche unterstreichen. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Stadt und am Geld.
Den Grundstein für den jetzigen Turm legte Oberpfarrer Schmitz am 20. August 1893. Ein Jahr später im Oktober war der 68 Meter hohe Turm fertig.
Die Sanierung des Oktogons kostet rund 500 000 Euro, erklärten Schramm und Greve gestern. Die Kosten hierfür teilen sich Bistum und Pfarrei. "Das Bistum ist dazu bereit, da es hier um die Sicherung des Gebäudes geht", erklärte Greve. Das Geld für die Spitze aber müsse Krefeld aufbringen. "Der Helm liegt im Interesse der Bürgerschaft. Deshalb müssen wir schauen, wie wir ihn finanzieren", sagte Greve.
Zu den 200 000 Euro, die der Verein für die Spitze gesammelt hat, gibt die Pfarrei 40 000 Euro dazu. Insgesamt werden die Kosten für den Helm auf 800 000 Euro geschätzt. "Wir hoffen, dass der Beginn der Bauarbeiten ein Signal ist, Geld zu spenden. Nach den Sommerferien werden wir mit neuen Sammelaktionen beginnen", sagte Schramm. Sollte das Geld zusammenkommen, könnte die Spitze nach der Sanierung des Turms draufgesetzt werden. Für das Gerüst, das in den vergangenen Jahren die Pfarre nichts kostete, muss ab Beginn der Arbeiten wieder gezahlt werden. Greifen Oktogon- und Helmsanierung ineinander, spart die Pfarre Zeit und damit Geld für das Gerüst. Im Oktogon werden elektrische Leitungen verlegt, um den Turm zu beleuchten
OB: Das Geld wird da sein
Ende März hatte Oberbürgermeister Gregor Kathstede gegenüber der Rheinischen Post erklärt, dass es mit städtischer Hilfe eine Lösung für die Dio-Kirche geben wird. Gestern bekräftigte er diese Zusage: "Ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich, dass die Haube draufgesetzt wird. Das Geld dafür wird da sein."
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