Krefeld: Drei leuchtende Tore fehlen
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Krefeld (RPO). Die Einzelhändler haben sich wieder bemüht, die Einkaufsmeilen zum Advent im Lichterglanz erstrahlen zu lassen. Während es mancherorts noch dekorativer wird, können drei der vier „KR-Eingangstore“ nicht installiert werden.
Weihnachtsmarkt
Eröffnung 22. November, 17 Uhr auf dem Dionysiusplatz.
Besonderheit Der Stand von Studenten der Hochschule Niederrhein, Fachbereich Design. „Weiß wie Schnee, Rot wie Glut und Schwarz wie die Weihnacht; kreative Fracht in den Container gebracht“ lautet das Motto der Produktgestalter. Der Stand der Studierenden wird nicht nur in einem gänzlich neuen Design präsentiert, sondern lädt auch zum Klettern ein.
Die Adventszeit steht vor der Tür, und da werden die Einkaufsmeilen wieder stimmungsvoll geschmückt. In diesem Jahr wird man allerdings die leuchtenden „Eingangstore“ mit dem KR-Symbol an Ostwall/Rheinstraße, Friedrich-/St. Anton-Straße sowie Hochstraße/Südwall vergeblich suchen. „Das haben wir diesmal finanziell nicht hingekriegt“, bedauert der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Franz-Joseph Greve. Schließlich seien nicht alle Geschäftsleute bereit, sich an den Kosten zu beteiligen; auch viele Filialisten machten nicht mit.
Stadt gibt kein Geld
Die Stadt gibt schon seit 20 Jahren für das Auf- und Abhängen der Lichterketten und auch für die Stromkosten keine Zuschüsse mehr, wie Friedhelm Kutz, Abteilungsleiter Stadtmarketing, erklärte. „Wir haben vor knapp zehn Jahren wohl noch einmal Zug um Zug die Anschaffung neuer Dekorationen kräftig bezuschusst. Aber seitdem können wir für die Weihnachtsbeleuchtung kein Geld mehr geben.“ Für Greve ist das in Ordnung: Die Beleuchtung sei Werbung für die Geschäfte, die nicht aus Steuermitteln zu finanzieren sei. „Auf der Hochstraße sind wir bis zum Südwall noch mal mit dem Bauch vor den Tisch gekommen und können wieder unsere winterliche Beleuchtung installieren.
Diese Leuchtmatten haben jetzt auch Geschäftsleute der Rheinstraße angeschafft, nachdem die alte Beleuchtung ihren Geist aufgegeben hatte. Etwa 25 der 50 dortigen Geschäfte haben sich beteiligt. „6000 Euro haben wir dafür zu bezahlen, wobei die Anschaffung bei rund 2000 Euro lag. Der Rest sind die Kosten für Strom und Installation“, erklärt Lechner + Hayn-Inhaberin Barbara Teuwen.
Die Königstraße wird zur Adventszeit nach Neuanschaffung der Lichterketten wieder in der bewährten Manier erstrahlen. Zusätzlich sorgt ein großer Kandelaber für Lichterstimmung, den die Firma Trude Waldhausen anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens gestiftet hat.
Die im Vorjahr für viele tausend Euro angeschaffte Weihnachtsdekoration im Schwanenmarkt-Center wird noch um einige Elemente ergänzt, so dass mit den beleuchteten Gestecken, Putten, Christbäumen und dem großen schwebenden Baum unter der Kuppel im Südforum insgesamt 10 000 Lämpchen erstrahlen werden.
Im Hansa-Centrum hängt schon seit Mittwoch der neue Lichterbehang unter der Kuppel. In den nächsten Tagen und Wochen kommen ein sechs Meter hoher Baum sowie neu ausgestattete Girlanden und Kränze hinzu, berichtet Hartmut Janßen, Vorsitzender der dortigen Werbegemeinschaft. Gemeinsam mit Saturn hat sie es auch geschafft, dass am Eingang zur Neusser Straße am Südwall wenigstens noch eines der „KR-Eingangstore“ installiert werden kann.
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