Krefeld: Drohende Insolvenz: König-Palast-Chef spricht von "Rufschädigung"
zuletzt aktualisiert: 15.12.2009Krefeld (RPO). Scharf kritisiert hat Montag Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH, die politisch angestoßene Diskussion um eine mögliche Insolvenz des König-Palastes. "
Diese Debatte ist rufschädigend. Veranstalter und Sponsoren haben mich schon gefragt, ob wir im kommenden Jahr überhaupt noch Veranstaltungen im KöPa anbieten", sagte Keusch unserer Zeitung. Er kritisiert: "Die Politik tut jetzt so überrascht. Dabei sind diese Zahlen lange bekannt."
Wechselnde Mehrheit
SPD, Grüne und Unabhängige Wählergemeinschaft hatten sich in der vergangenen Woche im Finanz- und Beteiligungsausschuss geweigert, der städtischen Tochter Seidenweberhaus GmbH 556.300 Euro zur Abdeckung der Gesamtverluste von 2,85 Millionen Euro nachzuschießen.
Keusch, der als Chef der Seidenweberhaus GmbH für den König-Palast verantwortlich ist, argumentiert, dass der König-Palast jedes Jahr einen Zuschussbedarf von 2,7 bis 2,9 Millionen Euro habe. Ihm sei kein einziger Fall bekannt, bei dem eine städtische GmbH in die geordnete Insolvenz geschickt werde. Ausschließen wolle er dennoch nichts.
Die Ratssitzung am Donnerstag will Keusch auf jeden Fall besuchen und umdenken: Die vergangenen Wirtschaftspläne seien zu optimistisch gewesen. Für das nächste Jahr wolle er einen Verlust von 2,85 bis 2,9 Millionen Euro für den König-Palast und das Seidenweberhaus einkalkulieren.
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