Krefeld: Einzelhandel übt Kritik – Stadt gelobt Besserung
zuletzt aktualisiert: 13.09.2007Krefeld (RPO). Wenn Otto Normalfahrer genervt ist, reißt das dem Einzelhandel schnell ein Loch in die Kasse – wenn nämlich die Kunden ausbleiben, weil ihnen der Weg in die Stadt zu umständlich erscheint. Discounter auf der grünen Wiese gibt es auch in Krefeld zur Genüge.
„Wenn die Leute einmal in der Stadt sind, ist es ja gut“, klagt denn auch Franz-Joseph Greve, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. „Aber aus Richtung St. Tönis gibt es zum Beispiel keinen Wegweiser Richtung Innenstadt – die Beschilderung ist einfach nicht ausreichend.“ Außerdem stören die Baustellen in der Innenstadt die Einzelhändler. An vielen Stellen werde „rumgefummelt“, kritisiert Greve. Seine Befürchtung ist klar: „Die Leute lernen nichts schneller als das Wegbleiben – manchmal vermisse ich bei den Verantwortlichen die Sensibilität dafür, dass wir mit anderen Städten im Wettbewerb stehen.“
Neues Parkleitsystem 2008
Solch harte Worte finden bei Baudezernent Thomas Visser durchaus Gehör: „Die Verkehrsplanung ist eins der wichtigsten Themen für uns. Wir werben mit der Wohnstadt Krefeld – aber die Leute interessiert auch, wie sie die Stadt erreichen können.“ Bei der Beschilderung müsse daher dringend etwas passieren, räumt der Verwaltungsmann ein.
Auch das Parkleitsystem sei mittlerweile veraltet – neue Parkhäuser wie unter dem Behnisch-Bau und der Sparkasse seien noch nicht erfasst. „Aber die Zahl der Parkplätze ist ausreichend, das zeigt die Erfahrung“, fügt Visser hinzu. Im Frühjahr 2008 soll das neue Leitsystem an den Start gehen. Und vom neuen Flächennutzungsplan erhofft sich der Dezernent dann auch Impulse für die Verkehrsplanung.
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