Krefeld: Endspurt für Schnäppchenjagd
VON CARMEN PORSCHEN - zuletzt aktualisiert: 21.08.2010Krefeld (RPO). Nach der Regenperiode stellt sich der Einzelhandel auf das schöne Wetter ein: Das Sommersortiment wird nun mit großen Preisnachlässen verkauft. Nicht unumstritten ist, wie früh die Herbstkollektion präsentiert werden soll.
Das Ende der Regenperiode und das schöne Wetter prägen an diesem Wochenende und in der letzten Ferienwoche das Angebot in der City: Viele Händler nutzen die sonnigen Tage, um nun endgültig ihr Sommersortiment mit starken Preisnachlässen zu verkaufen und die Lager freizubekommen. Regen und kühle Temperaturen haben bislang das Sommerabschlussgeschäft nicht recht in Gang kommen lassen. "Gerade das warme Wochenende ist eine Chance für Kunden, Schnäppchen zu machen. In vielen Geschäften wird die Sommerware jetzt noch einmal nach vorne geholt", sagt Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, auf Anfrage unserer Zeitung. Weitere Chance für den Kunden: Wenn sich ein Laden mit Ware oder Bestellungen verkalkuliert habe, versuche er das mit großzügigen Reduzierungen auszubügeln, so Greve weiter.
Sommerschlussverkauf
1950 Das Bundeswirtschaftsministerium führte die "Verordnung über Sommer- und Winterschlussverkäufe" ein. Seitdem durfte der SSV immer in der letzten Juliwoche und der ersten Augustwoche stattfinden.
2004 Saisonale Schlussverkäufe können nun nach Belieben durchgeführt werden, wegen Inkrafttreten der Reform des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb.
Dass in manchen Geschäften relativ früh Herbst- und Winterware auftaucht, ist unter den Händlern nicht unumstritten. Christoph Borgmann, Vorstandsmitglied in der Werbegemeinschaft: "Es ist nicht schön, wenn im Juli schon Wintermäntel in den Geschäften hängen, während manche Kunden ihre ersten T-Shirts kaufen wollen."
Dass Herbst- und Winterwaren zu früh in den Geschäften auftauchen, will Borgmanns Kollege Greve so nicht stehenlassen. "Im August wollen die Einzelhändler gerne ihre Herbstware präsentieren, und bei dem kühlen Wetter der letzten Zeit ist davon ja auch schon viel verkauft worden."
Generell hat nach Borgmanns Einschätzung das wechselhafte Wetter der vergangenen Wochen dem Einzelhandel keineswegs geschadet: "Das ist das ideale Wetter für uns, denn wir können den Kunden alles anbieten, was sie gerade brauchen." Ob Regenmantel oder kurze Hose – bei solchen Wetterkapriolen könne der Einzelhandel mit vielseitigem Sortiment punkten.
Der Gedanke an den Sommerschlussverkauf ist nach Einschätzung der Händler immer noch bedeutsam: "Der SSV ist gesetzlich nicht mehr festgeschrieben, aber in den Köpfen und Herzen der Kunden nach wie vor präsent", sagt Greve. Früher habe der Schlussverkauf nur 14 Tage gedauert, erläutert Borgmann, jetzt könne jedes Geschäft selbst entscheiden, wann es welche Rabatte anbiete. Dadurch dauere die Phase der Sonderangebote bei Sommermode viel länger: "Kunden finden jetzt die größten Reduzierungen, haben aber auch die geringste Auswahl, da nicht mehr viel übrig ist", sagt Borgmann.
Die Sommerferien bedeuten für den Einzelhandel in Krefeld insgesamt mehr Umsatz. "Da haben die Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern einkaufen zu gehen", sagt Borgmann.
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