Krefeld: Erster Schritt für das Herz der City
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 19.06.2007Krefeld (RPO). Gegen SPD und Grüne fasste der Planungsausschuss gestern den einleitenden Beschluss für den Bebauungsplan zwischen Rheinstraße, Ostwall, Markt- und Lohstraße.
„Wir sind nicht gegen eine Entwicklung in diesem Bereich, kennen aber die Pläne überhaupt nicht“, kommentierte Jürgen Hengst das Abstimmungsverhalten der SPD. Für die Grünen erklärte Rolf Rundmund, auch seine Fraktion hätte gern mehr darüber gewusst, was im Herzen der Innenstadt geschehen soll. „Einer Wundertüte können wir aber nicht zustimmen.“
„Es wird ein Gebiet umfasst, das aufgeräumt werden soll. Wenn wir diese Chance haben, müssen wir Rahmen setzen wie beispielsweise die Fünfgeschossigkeit“, sagte Günter Wolff (CDU, „alles andere ist für später.“ Baudezernent Thomas Visser erklärte, dass mit dem einleitenden Beschluss kein Freifahrtschein für eine bestimmte Planung gegeben werde. Es gehe darum, dem Investor ein Signal zu geben, dass die Stadt bereit sei, „die Planung zu begleiten, zu modernisieren und die planungsrechtliche Hoheit der Kommune zu gewährleisten. Die Pläne sind in Arbeit und werden demnächst vorgestellt.“
Den Beschluss zur Offenlage des Entwurfs des neuen Flächennutzungsplans (FNP) wies der Ausschuss dem heute tagenden Rat zu. Hengst hatte bei der Diskussion beklagt, dass man in dem FNP hätte Akzente setzen sollen, beispielsweise für die Bebauung von Blockinnenbereichen, für mehr Grün in der Innenstadt, für die Ausrichtung auf die Stadtteilzentren und gegen die Zersiedlung von Außenbereichen. Wenn Baugebiete ausgewiesen werden, sollte das möglichst auf städtischen Flächen geschehen. Bei Hüls Südwest gehe man beispielsweise ohne Not darüber hinaus. „Sie produzieren eine Zersiedlung der Stadtgrenzen und weitere Leerstände in der City und befördern so die Flucht von der Innenstadt in Außenbereiche mit all der dazugehörigen, teuren Infrastruktur“, kritisierte Rundmund. Joachim C. Heitmann (FDP) nannte die Ausweisung von Wohnbauflächen im Außenbereich moderat und wandte sich gegen die Reduzierung auf städtischen Grund, während Jürgen Wettingfeld (CDU) die Notwendigkeit betonte, den wirtschaftlichen Status im Sinne von 230 000 Einwohnern plus x zu halten und zu verbessern.
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