Krefeld: FDP: "Frauenbadetag ist diskriminierend"
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 15:26Krefeld (RPO). Soll es in Krefeld reine Frauenbadezeiten geben? Der Vorschlag der SPD wird derzeit in der Seidenstadt eifrig diskutiert. Deutliche Kritik hat jetzt die Kreisvorsitzende der Krefelder Jungen Liberalen (JuLis), Joana Horch, geübt.
Sie hält die Forderung der SPD für „diskriminierend, unvertretbar und gesellschaftlich längst überholt”. Horch schreibt: „Über Jahrzehnte war ein zentrales Anliegen von Arbeiterbewegungen, insbesondere der SPD, die gesellschaftliche Gleichstellung und Emanzipation der Frau. Zum Glück haben wir in Deutschland mittlerweile eine offene, tolerante und gleichberechtigte Gesellschaft erreicht.”
Aus liberaler Sicht sei der Frauenbadetag eine Gefahr für die Gleichwertigkeit von Männern und Frauen, so Landtagswahlkandidatin Horch weiter. „Es kann nicht sein, dass wir eine Benachteiligung der Frau völlig zu Recht ächten, eine Übervorteilung aber von Seiten der Politik sogar noch befördern.”
Für Horch klingt der Vorschlag absurd. „Wo soll das hinführen?”, fragt Horch und fährt fort: „Badetage für Männer, für Senioren, für Übergewichtige vor, und natürlich auch für Untergewichtige, für Muslime, für Christen oder für Tätowierte.”
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