Krefeld: FDP: Freiwilligenzentrum mit Stiftung fusionieren
zuletzt aktualisiert: 15.12.2009Krefeld (RPO). Die FDP hat sich gestern dafür ausgesprochen, das Freiwilligenzentrum und die Bürgerstiftung organisatorisch und personell zusammenzuführen. "Dem Freiwilligenzentrum und der Bürgerstiftung liegt das gemeinsame Motiv zugrunde, sich für unsere Stadt und ihre Bürger zu engagieren", erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann. Einen ähnlichen Antrag hatte die UWG schon formuliert. Die Bürgerstiftung Krefeld unterstützt aus Spendengeldern Bildungsprojekte und ist von OB Gregor Kathstede ins Leben gerufen worden.
Das wegen Finanzierungsproblemen vor dem Aus stehende Freiwilligenzentrum am Westwall will sich vorher mit einem Appell an den Rat wenden. Vor Beginn der Ratssitzung wollen ehrenamtliche Mitarbeiter eine Unterschriftenliste an die Politiker übergeben. In der kommenden Ratssitzung soll durch einen Antrag aller im Rat vertretenen Fraktionen die Verwaltung beauftragt werden, Konzeptionen kurzfristig zu erarbeiten, dass das Freiwilligenzentrum fortgeführt wird. Derzeit wird das Freiwilligenzentrum noch von der Diplom-Sozialpädagogin Brigitte Möllers mit einer halben Stelle geleitet. Ihr steht eine Verwaltungskraft mit voller Stelle zur Seite. Der Vertrag der Leitung läuft zum Jahresende aus. Noch ist Brigitte Möllers ahnungslos, wie die Zukunft aussieht: "Ich bin um jeden Vorschlag aus der Politik dankbar, der zur Rettung des Freiwilligenzentrums beiträgt."
Auch die Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine macht sich für das Freiwilligenzentrum stark. Der neue Vorsitzende, Hans-Jürgen Herzog, hat einen Brief an die Ratsfraktionen gesendet. Darin fordert er die Politik auf, konkrete Beschlüsse zur finanziellen Sicherung des Freiwilligenzentrums auf den Weg zu bringen. "Wir bitten Sie, es nicht beim Appell zu belassen", schreibt Herzog. "Im Vordergrund der Entscheidung müssen betriebswirtschaftliche Aspekte stehen." Herzog denkt an eine Weiterführung des Freiwilligenzentrums unter städtischer Regie mit kirchlichen Einrichtungen.
Unterdessen hat das Freiwilligenzentrum für 2009 eine Bilanz erstellt. Im Zeitraum Januar bis November 2009 seien 250 Ehrenamtliche an gemeinnützige Einrichtungen vermittelt worden. Seit der Gründung des Freiwilligenzentrum 2002 waren es 1250 Ehrenamtliche.
Internet Die Debatte zum Freiwilligenzentrum auf www.rp-online.de/krefeld
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