Krefeld: Fichte-Gymnasium: Kampagne gegen Mobbing
VON KATRIN WANDEL - zuletzt aktualisiert: 15.01.2010 - 10:29Krefeld (RPO). Die Schüler des Gymnasiums nehmen an einem von der Deutschen Eishockey Liga und dem Malteser Hilfsdienst initiierten Projekt teil. Dabei geht es um Mobbing- und Gewalt-Prävention an Schulen.
Am Fichte-Gymnasium dürfen einige Schüler bald ihr Mobiltelefon mit in den Unterricht nehmen – und das sogar, ohne es lautlos zu stellen. Warum? Sie werden von Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienstes zu Schulsanitätern ausgebildet. Ausgerüstet mit einem Notfallrucksack, sollen sie dann wochenweise im Einsatz und deshalb auch ständig während der Schulzeit erreichbar sein.
16 Schulen in Deutschland
Die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes an der weiterführenden Schule ist ein konkretes Projekt des pädagogischen Programms "Fit in Fair Play", das die Deutsche Eishockeyliga (DEL) und der Malteser Hilfsdienst gemeinsam initiiert haben. Das Fichte-Gymnasium gehört zu den insgesamt 16 Schulen in Deutschland, die seit November letzten Jahres bis Mai dieses Jahres daran teilnehmen. Ziel ist, Mobbing und Gewalt an Schulen vorzubeugen.
Neben der Schulung der Kinder und Jugendlichen im Bereich Erster Hilfe durch den Malteser Hilfsdienst, übernimmt jeder DEL-Club dabei die Patenschaft für eine Schule in seinem Einzugsgebiet. Die Eishockey-Profis sollen den Schülern im Unterricht Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln. Zusätzlich wird es – wahrscheinlich nach der Olympiaspielpause im Februar – einen "Malteser-Tag" im König-Palast geben. Außerdem sollen die teilnehmenden Schulen eigene soziale Projekte auf die Beine stellen. Eine Jury ehrt Ende Mai eine Gewinnerschule mit der "Fit in Fair Play-Trophy". Alle Schüler erhalten eine Urkunde als Dank für ihre Teilnahme. Auch die Schulen werden für ihr Engagement ausgezeichnet. Und zwar als "Schule – Fit in Fair Play".
"Dieses Projekt passt prima in unser Schulprogramm. Ich halte es für eine gute Idee, Schülern ehrenamtliche Arbeit und das Eintreten für andere über den Sport nahezubringen", erklärt Schulleiterin Waltraud Fröchte, warum ihre Schule bei dem Projekt mitmacht. "Wenn junge Menschen zusammen sind, dann bleiben Auseinandersetzungen nicht aus. Von der Teilnahme am Projekt versprechen wir uns, dass es zu Mobbing und Gewalt trotzdem nicht kommt."
Auch Frank Lüttges vom Malteser Hilfsdienst (MHD) sieht für seine Institution Vorteile an dem "Fit für Fair Play"-Projekt: "Vielleicht gewinnen wir den ein oder anderen Schüler als ehrenamtlichen Helfer." Denn die zu finden, wird immer schwieriger.
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