Krefeld: Finale im Sommergeschäft
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 30.07.2007Krefeld (RPO). Früher hätte heute der Sommerschlussverkauf begonnen. Der Name ist Vergangenheit, die Rabatte nicht. Wegen des schlechten Wetters gibt’s noch manche schöne Sommerware. Die Kunden können auf Schnäppchen hoffen.
Eigentlich sollte es ihn nicht mehr geben. Doch in der Stadt ist er gegenwärtig, an einigen Schaufenstern prangt sogar sein Name: „SSV - Sommerschlussverkauf.“ Brigitte Zenkner, stellvertretende Geschäftsführerin von Sinn Leffers, weiß: „Der Sommerschlussverkauf ist immer noch in den Köpfen der Leute.“ Deshalb locken die Geschäfte mit Rabattaktionen. Franz-Joseph Greve, Inhaber des gleichnamigen Modegeschäftes und Vorsitzender der Werbegemeinschaft, erklärt es: „Eine Saison geht zu Ende und der Kunde kann davon ausgehen, dass sich die Händler rigoros von ihrer Ware trennen wollen.“
Das könnte manchem Käufer gute Sparmöglichkeiten bieten. „Wer sich Zeit nimmt und die Geschäfte durchstöbert, kann ein Schnäppchen machen“, sagt Greve. Ein Versprechen, das alle Händler geben. Etwas hat sich allerdings im „Sommerschlussverkauf“ geändert: Er dauert länger. Die Rabattaktionen hätten bereits viel eher begonnen, sagt Carsten Sentker, Geschäftsführer des Kaufhof am Neumarkt. Michael Kreis von Sport Borgmann bestätigt diese Erfahrung. Aber Sentker verspricht: „Wir legen in dieser Woche noch eins drauf. Ein Finale müssen wir ja haben.“
Beeinflusst wurde das Sommergeschäft auch von dem sehr durchwachsenen Wetter. „Wir haben im April schon das verkauft, was sonst im Juli geht“, sagt Greve. Dafür seien im Juni und im Juli eher etwas wärmere Strickwaren gefragt gewesen. Bei Sport Borgmann beispielsweise waren Regenjacken der Renner, während reine Sommerartikel weniger über die Ladentheke gingen, erzählt Michael Kreis. Auch Sentker berichtet, dass wegen des Wetters die reinen Sommersachen nicht so gefragt gewesen seien. Vorige Woche seien sogar schon zwei Lammfelljacken verkauft worden.
Das Modehaus Zöhren arbeitet mit vielen Zwischenkollektionen, wie Franziska Zöhren erläutert. So habe das Geschäft beim Einkauf schnell auf das schlechtere Wetter reagieren können und biete den Kunden bereits jetzt neue Kollektionen, die dem Übergangswetter entsprechen. Einen Impuls für das Geschäft erhofft sich Sentker auch vom Schulstart. Der Beginn des Unterrichts und die Einschulung der i-Dötze sei oft ein Anlass, etwas Neues zu kaufen. Und noch auf eine weitere Unterstützung hoffen die Geschäfte: auf Sonne, die Lust auf leichte Kleidung weckt. „Ein bisschen Sonnenschein wäre nicht schlecht“, sagt Brigitte Zenkner von Sinn Leffers.
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