Krefeld: Flashmob zum Gedenken an Loveparade-Opfer
VON SVEN GREST - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 - 14:42Mit einem Flashmob soll in Krefeld den 21 Toten und mehr als 500 Verletzten der Duisburger Loveparade gedacht werden. Für die Aktion wollen sich die Akteure in der Krefelder Innenstadt treffen und mit roten Rosen auf die Opfer aufmerksam machen - ausgerechnet während der größten Straßenmodenschau der Welt.
Das Prinzip des Flashmobs: Menschen, die einander persönlich nicht kennen, verabreden sich über das Internet, um zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem öffentlichen Ort gemeinsam etwas Außergewöhnliches zu tun. Dass sie damit Aufmerksamkeit erregen, ist beabsichtigt - gegen Gesetze wie die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen, ist dagegen unter Flashmobbern tabu.
Dementsprechend soll es bei dem geplanten Flashmob in Krefeld zum Gedenken an die Loveparade-Opfer um ein stilles Zeichen während des Trubels rund um die Straßenmodenschau in der Krefelder Innenstadt gehen.
Dazu verabreden sich die Internet-User für Samstag, 18. September, in der Krefelder Innenstadt. Geplant ist ein großes Blumenmeer aus roten Rosen und eine Menschenmenge in schwarzen Oberteilen. Auf mehreren Internetseiten rufen die Flashmobber zum Mitmachen auf - darunter auch im Online-Netzwerk Facebook.
Flashmob in Krefeld
Datum Samstag, 18. September, 17 Uhr
Ort Rheinstraße / Ecke Hochstraße, Krefeld
Idee Jeder Teilnehmer trägt ein schwarzes Oberteil und hält eine rote Rose in der Hand
Internet Die Facebook-Seite, auf der sich die Flashmobber verabreden:
http://www.facebook.com/event.php?eid=146542592025315&index=1
Dort haben bisher elf Personen ihre Teilnahme zugesagt. Sollte jedoch wie bei bereits bei anderen Internetideen passiert eine schneeballartige Bekanntsheitslawine losbrechen, könnten es wesentlich mehr werden.
In den vergangenen Jahren haben immer wieder Flashmob-Aktionen auch in Nordrhein-Westfalen für Aufmerksamkeit gesorgt. Anlässlich des Domino Days fanden sich 2007 Akteure in einer Kölner Einkaufspassage ein, um als menschliches Dominospiel der Reihe nach umzukippen. Um Unterstützung für Lena beim Eurovision Songcontest zu demonstieren, trafen sich zahlreiche Flashmobber zuletzt auf dem Düsseldorfer Burgplatz, um gemeinsam einen Tanz aufzuführen.
In Krefeld sorgte zuletzt Silvester 2009 ein Flashmob für Aufsehen, als sich in der Krefelder Innenstadt zahlreiche Flashmobber auf Kommando auf den Boden legten.
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