Krefeld: "Freche Mädchen 2"-Star kommt aus Krefeld
VON CARMEN PORSCHEN - zuletzt aktualisiert: 04.08.2010 - 15:11Er spielte schon an der Seite von Schauspielern wie Jürgen Vogel, Ulrich Noethen und Uwe Ochsenknecht, und ist dennoch völlig auf dem Teppich geblieben. Jannis Niewöhner startete bereits mit zehn Jahren seine Schauspielkarriere und ist nun in seiner neunten Kinorolle und seiner 15. Rolle überhaupt zu sehen.
In „Freche Mädchen 2“, spielt er den Antony und konnte beim Dreh eine Menge neuer Erfahrungen sammeln. „Antony ist der Sunnyboy der Schule und ein cooler Typ, der gut rüber kommt. Das ist eine typische Rolle für mich“, sagt Niewöhner, der dieses Jahr 18 geworden ist.
Er erklärt: „Die Rolle ist nicht so komplex, aber es macht mir vor allem Spaß, anhand weniger Informationen ein Bild zu schaffen.“ Die größte Auseinandersetzung mit der Rolle geschehe vor dem eigentlichen Dreh. „Zwei Wochen vorab hatte ich Gruppencoaching. Das hilft, die Rolle zu üben, aber auch die Mitschauspieler kennen zu lernen und Distanz abzubauen, damit beim Dreh alles lockerer ist“, erklärt Niewöhner.
Der Film
Premiere Am 1. August feierte das Filmteam Premiere in München, Niewöhner war auch dabei.
Offizieller Start Der Teeniefilm "Freche Mädchen 2" kommt am Donnerstag, 5. August ins Kino.
Handlung Die frechen Mädchen fahren auf Chorfahrt in die bayerischen Bergen und erleben dabei neues Gefühlschaos.
Darsteller Emilia Schüte, Henriette Nagel, Selina Shirin Müller, Barbara Schöneberger, Tom Gerhard, Armin Rohde, Matthias Brandt.
Die etwa drei Monate langen Dreharbeiten fanden in München und Berchtesgarden in Österreich statt. Niewöhner war etwa 20 Drehtage vor Ort. „Mit einigen Darstellern hat sich eine tolle Gruppe entwickelt. Wir sind sogar zusammen in den Urlaub gefahren und haben immer noch Kontakt“. Eine neue Erfahrung war es für ihn, oft im Bild zu sein, aber nur eine kleine Sprechrolle zu haben. „Da habe ich mich schon etwas wie ein Komparse gefühlt, aber es war auch eine Herausforderung, mal auf andere Dinge zu achten“, sagt Niewöhner.
Im Film rund um erste Liebe und Pubertät hat er auch eine Kussszene gedreht, doch im fertigen Film entfiel diese. Seine Freundin ist bei sowas nicht eifersüchtig. „Sie ist selbst Schauspielerin und weiß, dass so etwas dazu gehört“.
In der Schule, Niewöhner besucht jetzt die 13. Klasse der Krefelder Marienschule, spricht sich sein Erfolg als Schauspieler immer mehr herum. „In der Öffentlichkeit erkennen mich Leute aber meist nur kurz nachdem ein Film herausgekommen ist. Als Kind habe ich mich ja auch schnell verändert“, sagt Niewöhner, dem das auch ganz recht ist. „Viele haben das Vorurteil, dass Schauspieler immer eitel und arrogant sind. So bin ich aber nicht“.
Am Schauspielern möchte der Gymnasiast auf jeden Fall festhalten. Nach dem Abitur plant er die Ausbildung an einer Schauspielschule, sowohl Filme drehen als auch Theater spielen sind ihm künftig wichtig. „Ich finde es toll jemand anders zu sein wenn ich in eine Rolle schlüpfe. Außerdem lernt man in diesem Job neue Leute kennen“, erklärt Niewöhner seine Liebe zum Job.
Später möchte er am liebsten außergewöhnliche Rollen spielen, gerne auch einen Verrückten und denkt dabei an Brad Pitts Leistung in dem Film „Twelve Monkeys. „Das ist die interessanteste Arbeit und man ist bei so einer Rolle gezwungen, alle Eitelkeiten abzulegen“, sagt Niewöhner.
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