Krefeld: Fressnapf hilft Tierheimen in Not
zuletzt aktualisiert: 09.09.2009Krefeld (RPO). Auf dem Firmengelände bei Fressnapf stehen drei Lkw, voll beladen mit 100 Tonnen Tierfutter. Geschäftsführer Torsten Toeller spendet diese Tiernahrung im Wert von 200.000 Euro an Tierheime in ganz Deutschland, denn die sind dringend auf Hilfe angewiesen.
"Die Tierheime sind im wahrsten Sinne des Wortes am Ende", sagt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Finanznot erklärt sich auch durch die Wirtschaftskrise, in der sich viele Menschen ein Haustier nicht mehr leisten können. Die Tiere laden dann in Tierheim, die mittlerweile überfüllt sind. Im Krefelder Tierheim leben laut Dietmar Beckmann zur Zeit etwa 30 Hunde, 75 Katzen und über 30 Kleintiere.
"Schnell und unbürokratisch"
Torsten Toeller: "Wir sehen uns in der Verantwortung und wollen den Tierheimen schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe anbieten." In den kommenden Wochen verteilen Teams aus 25 Fressnapf-Filialen die 100 Paletten Hunde- und Katzenfutter im gesamten Bundesgebiet im Rahmen der Aktion "Rettungspaket Tierheim".
Beliefert werden Tierheime, die die Hilfe am dringendsten benötigen. Die Geldnöte bei den Tierheimen ist in den vergangenen Jahren ebenso gestiegen wie die Futterpreise. Kranke Tiere verursachen zusätzliche Kosten. Spenden gibt es immer seltener. "Daher sind wir froh, dass Fressnapf hilft. Zukünftig muss man aber die Kommunen stärker in Pflicht nehmen. Wir wollen nicht länger die Bittsteller sein", sagt Wolfgang Apel.
Fressnapf unterstützt über dieHilfsaktion hinaus die örtlichen Tierheime jährlich mit Futter-und Sachspenden im Wert von 400 000 Euro. Das Krefelder Tierheim schätzt die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. "Vielleicht schaffen wir es ja, die Tiere durch ein Adoptionsprogramm besser zu vermitteln. Es macht keinen Sinn, immer mehr Kaninchen zu züchten, wenn die Tierheime mit Kleintieren überfüllt sind", so Toeller.
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