Krefeld: Furcht vor steigender Kriminalität
zuletzt aktualisiert: 11.11.2006Krefeld (RPO). Dass es bei der Sitzung einer Bezirksvertretung nicht immer bierernst zugehen muss, zeigte sich jetzt im Uerdinger „Et Klöske“. Unter Punkt 5 der Tagesordnung sollten die Ortsparlamentarier über die Vergabe von 5120 Euro entscheiden, für die sie die Zustimmung des Rats nicht benötigen. Als Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski vor der Abstimmung noch einmal vorlas, wer im Einzelnen bedacht werden sollte, stutzte er beim Passus: „Die Grünen, Spielgeräte, 400 Euro“. Allgemeine Heiterkeit im Saal, denn die Kurzfassung meinte nicht Spielzeug für die Partei, sondern Material für Kinder. So blieb’s denn auch. Außerdem erhalten Kindergärten und -tagesstätten, Spielplätze sowie die katholische Bücherei St. Andreas Beträge zwischen 250 und 1670 Euro. In 2007 will man Projekte von öffentlichem Interesse fördern, die von privater oder Verwaltungsseite zu 50 Prozent getragen werden.
Kritik: Polizei zu wenig präsent
Ohne Heiterkeit nahmen die Abgeordneten den Bericht von Polizeihauptkommissar Andreas Heinrich entgegen. In der letzten Sitzung der BZV waren Klagen aus der Bevölkerung über steigende Kriminalität und zu wenig Präsenz der Polizei im Stadtteil zur Sprache gekommen. Der Beamte: „Uerdingen liegt im Schnitt des übrigen Stadtgebiets. Es wird regelmäßig Streife gefahren. Vier Bezirksbeamte kümmern sich vor Ort um den Schutz der Bürger.“ Brennpunkte der Drogenszene wie Stadtgarten und Röttgen würden sogar intensiver be-streift als der Theaterplatz in Stadtmitte. „Manche Bürger empfinden individuell eine Störung schon als Straftat, obwohl sie objektiv gar nicht vorliegt“, so Heinrich. Mit pauschalierten Vorwürfen – auch aus Politik und Verwaltung – sei der Polizei nicht gedient. Man brauche konkrete Anhaltspunkte. Überdies sei es nicht Aufgabe der Polizei, das Drogenproblem zu lösen.
Offene Ganztagsschule
Einen Überblick über die Erfahrungen auf dem Gebiet der offenen Ganztagsschule gab die Leiterin der Paul-Gerhardt-Schule, Birgit Steeger. Nach einem Jahr sei das Projekt auf einen guten Weg gebracht.
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