Krefeld: Gerüstet für die Spitze
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 07.05.2008Krefeld (RPO). Die Gemeinden St. Dionysius, St. Josef, Liebfrauen und St. Norbertus werden zusammengelegt. Mit der Fusion zum 1. Juli wird auch das Vermögen vereint. Ist dies eine Bremse für die Arbeiten an der Dio-Spitze?
Erheblich verringerte Finanzmittel, weniger Priester und der Rückgang an Katholiken führen und führten im Bistum Aachen zur Bildung von Gemeinschaften der Gemeinden (GdG). St. Dionysius, St. Josef, Liebfrauen und St. Norbertus werden darüber hinaus nach der von ihnen erbetenen Entscheidung von Bischof Heinrich Mussinghoff zum 1. Juli zu einer Pfarre mit dann 12 500 Katholiken fusioniert. Das bedeutet unter anderem auch die Zusammenlegung der Vermögen.
Keine Kirchensteuermittel
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was mit der Spitze der Dionysiuskirche passieren wird. „An der Sanierung des Oktogons als Basis des Helms kommt die Institution Kirche – unter Beteiligung des Bistums – wegen der Verkehrssicherungspflicht nicht vorbei“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes von St. Dionysius, Franz-Joseph Greve. Die Wiedererrichtung des Helms sei nach Sicht des Bistums eine Verschönerung, für die es keine Kirchensteuermittel bereitstellen werde. Mit dem Verkauf des Blocks um das ehemalige Papst-Johannes-Haus an die Volksbank stünden für die Oktogonsanierung nun die Mittel zur Verfügung. Die Pfarre sei gerade dabei, das voranzutreiben. Greve geht davon aus, dass danach die Spendenaktion für die Turmspitze weitergehen wird.
Das Personal
Geistliche Pfarrer Heinz Wans, Kaplan Dr. Christoph Zettler und aushilfsweise Pfarrer Claus Lücker (Exerzitienreferat Mönchengladbach).
Gemeindereferentinnen Gunda Hagens und Monika Wiedenau.
Zusätzlich Ordensschwester Dorothee und aushilfsweise Diakon i.R. Franz-Wilhelm Sturm.
Cityseelsorger Karl-Heinz Hermanns.
Katholiken in der fusionierten Pfarre: Rund 12.500.
„Wir richten uns darauf ein, dass wir die Räume im Pfarrheim am Dionysiusplatz zum Jahresende räume müssen“, sagt City-Seelsorger Karl-Heinz Hermanns. Dann könnte das Pfarrbüro in der Kirche eingerichtet werden. Dafür biete sich ein Raum südlich des Altars an, der einen eigenen Zugang von außen habe und in dem eine Decke für eine Oberetage eingezogen werden könnte.
St. Dionysius werde wohl künftig als Pfarrkirche mit garantierten regelmäßigen Gottesdiensten fungieren, meint Heinz Wans, der Pastor der Pfarre, die einen neuen Namen bekommen wird. Solange es geht, soll dieses Angebot auch in den beiden Filialkirchen (Norbertus wurde ja geschlossen) beibehalten werden. „Eine Schließung weiterer Kirchen streben wir nicht an, Es kann aber niemand garantieren, dass wir sie auf Dauer halten können.“
Jede Gemeinde werde nicht mehr alles bieten können, so Pfarrer Wans zur künftigen Angebotsstruktur. Deshalb habe man in einer Fusionsgruppe ein Pastoralkonzept entwickelt, das die Stärken der einzelnen Gemeinden berücksichtigt: „So wird beispielsweise die Caritasarbeit in Dionysius und Josef und die Jugendarbeit in Liebfrauen und Norbertus konzentriert“, sagt der Pfarrer, der für seine Person durch die Fusion eine Erleichterung in der Verwaltungsarbeit und eine Stärkung der seelsorgerischen Tätigkeit sieht.
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