Krefeld: Gesucht: Lösung für die nächsten 20 Jahre
zuletzt aktualisiert: 22.09.2007Krefeld (RPO). Neben den Vertretern der Fraktionen äußerten sich auch die Elefantenexperten des Zoos zu dem Thema: Kurator und Zootierarzt Dr. Martin Straube und Elefantenpfleger Wolfgang Nehring.
„Das Elefantengehege ist alles andere als ein Aushängeschild für Krefeld“, sagte Martin Straube. Er vertritt eine zukunftsorientierte Lösung, „die auch in den nächsten 20 Jahren noch Bestand hat“. „Wenn wir jetzt umbauen, dann müssen wir es auch richtig machen.“ Der Zootierarzt gab zu bedenken, dass die Besucher eher ausbleiben würden, wenn man die Elefanten weiterhin mit einer „Minimal-Lösung“ halten würde. Auch gesundheitliche Schäden bei den Tieren seien nicht auszuschließen. SPD-Aufsichtsratsmitglied Hans Butzen kritisierte die Stellungnahme des Zoologen, der zur Zeit damit beauftragt ist, Vorschläge für die Elefantenhaltung zu erarbeiten. „Ich weiß nicht, ob Sie unter diesen Umständen im Stande sind, dem Aufsichtsrat objektiv Pläne zu unterbreiten.“
Wolfgang Nehring betonte, wie wichtig es ist, die Elefanten im direkten Kontakt zu den Pflegern zu halten. Denn der enge Kontakt würde die Hautpflege erst möglich machen, und bei Behandlungen seien Narkosen oder das Einsperren in enge Boxen nicht notwendig. „Ich bin auch gegen die Kettenhaltung. Allerdings würden sich die Elefanten auf dem jetzt zur Verfügung stehendem Platz in ihr Futter koten und sich untereinander angehen“, sagte Nehring. Besonders wichtig ist es ihm, das die Tiere Beschäftigung haben. „Trotzdem muss sich auch baulich etwas verändern“, erklärte Nehring und betonte „wir dürfen uns der Verantwortung für die Tiere nicht einfach entziehen.“
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