Krefeld: Glasverbot – Verwaltung erteilt eine Absage
zuletzt aktualisiert: 02.02.2011Krefeld (RPO). Auf Antrag der CDU-Fraktion hat der Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Verkehr gestern erneut über ein Glasmitnahme - und verkaufsverbotes bei den Karnevalsumzügen 2011 beraten.
Nach den Erfahrungen des letzten Jahres seien laut Verwaltung die Sternstraße von der Drießendorfer Straße bis zum Friedrichsplatz, der Bereich um das Uerdinger Festzelt und der Verberger Umzug am stärksten zu sichern. Durch die Änderung des Zugweges entfällt der Brennpunkt am Nordbahnhof. Insgesamt 18 Kontrollstellen wären mit ausreichendem Personal zu besetzen, das von privaten Sicherheitsdiensten angeworben werden müsste. Hinzu kämen Kosten für das Aufstellen von Absperrzäunen und Glascontainern. Offen bleibe die Frage, ob bei punktuellen Kontrollen die befürchteten Ausschreitungen alkoholisierter Personen in nicht kontrollierte Bereiche verlagert werde.
Helmut Drüggen, Leiter des Ordnungsamtes , kündigte an, dass die Verwaltung Glasbruch und Ausschreitungen am Rande der Karnevalsumzüge genau beobachten und dokumentieren würde. Die Veranstalter würden 2011 neben den üblichen Zugbegleitern eigene Ordner stellen. Für die Menschen auf den Zugwagen werde die Aufnahme von Alkohol verboten. Die Verwaltung werde nach einem landesweiten Schlüssel die Zahl der Ärzte und Sanitäter am Zugweg vorgeben. Durch Testkäufe des Jugendamtes vor und während der Karnevalstage werde man ermitteln, wer an Kinder und Jugendliche alkoholische Getränke verkauft.
Die Strafen reichen von 250 Euro Bußgeld bis zum Entzug der Gewerbeerlaubnis bei Wiederholungstätern. In diesem Jahre wird die Verwaltung hart gegen Gewerbetreibende vorgehen, die sich nicht an die Vorschriften hielten.
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