Krefeld: Gotteslob aus über 400 Kehlen
VON SONJA STEMES - zuletzt aktualisiert: 16.10.2006Krefeld (RPO). „Beim Singen sollte man definitiv Spaß haben. Willkommen zu meiner ‚Partymusik’“, rief Bryant Jones aus Chicago und legte richtig los. „Walk this Road to Glory“ hieß sein souliger Song. Der kam Samstag bei den zahlreichen Besuchern der Abschlussveranstaltung des 10. Krefelder Gospel-Musik-Festivals im Seidenweberhaus enorm gut an. Da ließ es sich Mr. Jones auch nicht nehmen, mal eben den Hit „I’m every Woman“ in „I pray to Jesus“ umzudichten. Großartige Unterstützung erhielt er von dem über 400 Sänger starken Gospelchor, der die Bühne fast zu sprengen drohte.
Illustre Gäste
Für das große Interesse an der diesjährigen Gospel-Academy hatte sich Initiatorin und Chorleiterin Angelika Rehaag schon in ihrer Begrüßungsrede herzlich bedankt. Zudem freute sie sich, wieder illustre Gäste aus den Vereinigten Staaten dabei zu haben. Neben dem hervorragenden Bryant Jones, der übrigens gern Stevie Wonder imitiert, zählte dazu Joshua Nelson. Der verstand es, nicht nur brillant zu singen, sondern ebenfalls extrem virtuos Klavier zu spielen.
So lieferte er eine mitreißende Ragtime-Version von „When the Saints go marching in“ ab. Das eigentlich eher getragene „Mi Chamocha (Wer ist wie du?)“ verwandelte er in eine muntere Soul-Nummer. Inspiration habe er sich dafür bei Aretha Franklin geholt, ließ er das Publikum wissen. Donnernder Applaus für den quirligen Mr. Nelson! Auf nachdenkliche Töne setzte Ronald Seibert aus Atlanta. Er war zum ersten Mal beim Krefelder Festival dabei. Sein „Jesus loves you“ interpretierte der Gospelchor mit viel Gefühl und Herz.
Als „Sweetheart“ der Veranstaltung bezeichnete Angelika Rehaag die New Yorkerin Dana Powell, die mit starker Stimme das stimmungsvolle „Kingdom-Medley“ zu Gehör brachte. Für Begeisterung sorgten außerdem Jay T. Hairston (mit Sohn) und Tim Carpenter aus Ohio. Zudem gab es Soli von Natalia Antczak und Stefan Tschada. „Jesus is real“ lautete das Motto des Gospel-Musik-Festivals – die Teilnehmer ließen das Publikum an ihrem Glauben teilhaben, der freudig und sinnlich herüber kam.
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